Forstarbeiter von Hautkrebs heimgesucht: Davor warnt die Landesforstanstalt

Erfurt - Die Thüringer Landesforstanstalt warnt vor der UV-Strahlung im Wald. Dabei verweist man auch auf eine Studie.

Auch im Wald kann die UV-Strahlung unter anderem für Forstarbeiter gefährlich werden. (Symbolbild)
Auch im Wald kann die UV-Strahlung unter anderem für Forstarbeiter gefährlich werden. (Symbolbild)  © 123RF/udo72

Obwohl die Baumkronen im Wald die gefährliche UV-Strahlung am Boden um 20 Prozent mindern, ist Sonnenschutz beim Spaziergang unter Bäumen notwendig.

Neben Sonnencreme sei auch funktionelle Outdoor-Kleidung zu empfehlen, teilte die Landesanstalt Thüringenforst am Montag in Erfurt mit. Am höchsten und am gefährlichsten sei die UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr.

Thüringenforst-Vorstand Volker Gebhardt verwies auf eine Studie mit gut 590 Probanden, darunter 193 Försterinnen und Förster. Diese seien auf ihr Hautkrebsrisiko in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im Freien untersucht worden.

Obwohl Forstbediensteten häufig Dienstkleidung getragen und vorwiegend unter Bäumen im Schatten gearbeitet hätten, waren im Schnitt 16,5 Prozent von Hautkrebserkrankungen betroffen. Die Gruppe hatte den Angaben zufolge auf die zusätzliche Anwendung von Sonnenschutzcremes verzichtet.

Helle Langarmhemden und Hosen mit UV-Stoffzertifikat helfen laut Thüringenforst im Wald nicht nur, um Zecken frühzeitig zu entdecken, sondern auch, um sich vor UV-Strahlung zu schützen.

Kopfbedeckung und Sonnenbrille wichtig

Zudem sollte auch an eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille gedacht werden. Zu beachten sei zudem, dass die UV-Strahlungsintensität sich mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel erhöhe. Pro 1000 Höhenmeter steige sie um etwa 15 Prozent.

Wer an extrem heißen Sommertagen vor der Hitze in die Kammlagen des Thüringer Waldes flüchte, solle sich vor der dort höheren UV-Strahlung schützen.

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