"Ich erwarte eine Antwort": Thüringer Bundestagsmitglied appelliert an Gesundheitsminister Lauterbach

Erfurt - Thüringens CDU-Landesvorsitzender Christian Hirte (45, CDU) verlangt Antworten! Und zwar von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD). Eine Änderung im Corona-Genesenen-Status ist der Grund.

Wegen des verkürzten Genesenen-Status: Christian Hirte (rechts, 45, CDU) verlangt von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) Antworten. Wenn nicht, dann muss sich die Bundesregierung seiner Ansicht nach "korrigieren". (Montage)
Wegen des verkürzten Genesenen-Status: Christian Hirte (rechts, 45, CDU) verlangt von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) Antworten. Wenn nicht, dann muss sich die Bundesregierung seiner Ansicht nach "korrigieren". (Montage)  © Bernd von Jutrczenka/dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat vor Kurzem den Genesenenstatus gegen Covid-19 von sechs auf drei Monate verkürzt. Eine Änderung, die nicht nur für Aufsehen, sondern auch für Kritik sorgte.

Unter anderem für Christian Hirte, Mitglied des Deutschen Bundestages, ist das Thema noch längst nicht vom Tisch!

"Das ist ein gravierender Kurswechsel, von dem viele Bürger betroffen sind. Dafür braucht es eine solide wissenschaftliche Grundlage. Entweder, die Bundesregierung liefert diese, oder sie muss sich korrigieren", wird der 45-Jährige, der aus Bad Salzungen (Wartburgkreis) stammt, in einer Mitteilung der CDU Thüringen zitiert.

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Entscheidend ist nach Angaben von Hirte, wie stark die Immunität der Betroffenen "tatsächlich" ausgeprägt ist. "Hier muss Gesundheitsminister Lauterbach Klarheit schaffen", fordert er.

Wie die Thüringer CDU mitteilt, wird Hirte in der nächsten Fragestunde des Parlaments eine Anfrage an die Bundesregierung richten. "Ich möchte wissen, welche validen Daten oder Studien der Verkürzung zugrunde lagen", so der ehemalige Ost-Beauftragte der Bundesregierung.

Außerdem erwarte er eine Antwort, "weshalb beispielsweise keine regelmäßigen Antikörpertests genutzt werden sollen, um den Genesenen-Status verlängern zu können."

Wie der Mitteldeutsche Rundfunk auf seiner Homepage mitteilt, hätten sich auch andere Thüringer Bundestagsmitglieder - darunter Martina Renner (54, Linke), Antje Tillmann (57, CDU) und Manfred Grund (CDU, 66) - kritisch zur Kommunikation des RKI geäußert.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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