Nächstes Virus in Thüringen angekommen: Mehr als 300 Tiere müssen jetzt getötet werden

Altenburg - Die Geflügelpest ist nun auch in Thüringen bestätigt worden. Im Altenburger Land müssen Hunderte Tiere erlegt werden. Zudem wurde eine Schutzzone errichtet.

In einem Hausgeflügelbestand eines gewerblichen Züchters im Altenburger Land ist die für Tiere gefährliche Seuche ausgebrochen. (Symbolbild)
In einem Hausgeflügelbestand eines gewerblichen Züchters im Altenburger Land ist die für Tiere gefährliche Seuche ausgebrochen. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Der in diesem Winter erste amtlich bestätigte Fall von Geflügelpest sei in einem Hausgeflügelbestand eines gewerblichen Züchters im Altenburger Land aufgetreten, der vom Veterinäramt des Kreises sofort gesperrt wurde.

Das teilte das Thüringer Gesundheitsministerium am Freitag in Erfurt mit. Aufgetreten sei die Infektion in einem gemischten Bestand mit mehr als 300 Gänsen, Enten, Hühnern und Puten.

Die Tiere müssten nun getötet werden.

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Außerdem sei eine Schutzzone mit einem Radius von rund drei Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von etwa zehn Kilometern um den Betrieb des gewerblichen Züchters eingerichtet worden.

Flugenten kamen aus Virus-Gebiet

Der Halter im Altenburger Land hatte Flugenten gekauft, die aus einem betroffenen Virus-Gebiet kamen. Das stellte sich jedoch erst im Nachhinein heraus. (Symbolbild)
Der Halter im Altenburger Land hatte Flugenten gekauft, die aus einem betroffenen Virus-Gebiet kamen. Das stellte sich jedoch erst im Nachhinein heraus. (Symbolbild)  © Peter Steffen/dpa

Das Landesamt für Verbraucherschutz habe den Erreger der Geflügelpest in dem Bestand nachgewiesen; das Ergebnis sei vom Nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden.

Die Probenentnahme und Prüfung waren veranlasst worden, nachdem einige der Tiere Krankheitssymptome gezeigt hatten oder verendet sind.

Nach Ministeriumsangaben hatte der Halter Flugenten aus einem - wie sich dann herausstellte - ebenfalls von Geflügelpest betroffenen Betrieb gekauft.

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Der Verkauf der Tiere nach Thüringen sei erfolgt, bevor dort die Tierseuche amtlich festgestellt war.

Thüringens Gesundheitsministerium bewertete die Lage bundesweit bei Fällen von Geflügelpest als besorgniserregend. Bereits relativ früh gebe es einen hohen Infektionsdruck. Er zeige sich seit Herbst in vielen Geflügelpestfällen sowohl bei Wild- als auch bei Hausgeflügel.

Das Ministerium appellierte an alle Geflügelhalter in Thüringen, die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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