Nicht geimpfte Sachsen in Thüringen? Vize-MP Georg Maier erwägt 2G im Einzelhandel!

Erfurt - Um die vierte Corona-Welle in den Griff zu bekommen, hat Thüringens Vize-Ministerpräsident Georg Maier (51, SPD) eine 2G-Regelung im Einzelhandel ins Spiel gebracht.

Denkt über 2G im Thüringer Einzelhandel nach: Vize-Ministerpräsident Georg Maier (51) von der SPD.
Denkt über 2G im Thüringer Einzelhandel nach: Vize-Ministerpräsident Georg Maier (51) von der SPD.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Das muss man in Erwägung ziehen", sagte Maier am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die sächsische Landesregierung hatte am Freitag schärfere Corona-Maßnahmen angekündigt, die einem Teil-Lockdown gleichkommen.

Dazu gehört auch eine 2G-Regelung für den Einzelhandel. 2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben. Ausnahmen sind unter anderem für Supermärkte, Drogerien und andere Läden geplant.

"Wir müssen damit rechnen, dass nicht Geimpfte vermehrt nach Thüringen kommen zum Einkaufen", sagte Maier. Das sei ein Riesenproblem.

Corona-Gegner stoppt fahrendes Polizeiauto
Erfurt Lokal Corona-Gegner stoppt fahrendes Polizeiauto

Der SPD-Politiker betonte zugleich, dass es Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs geben müsse. Bisher war 2G in Thüringen nicht für den Einzelhandel geplant.

Doch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hatte die Thüringer bereits am Freitag auf schärfere Regeln eingestimmt und in Aussicht gestellt, dass man die Anwendbarkeit der strengeren sächsischen Regeln im Freistaat prüfen will.

Maier sagte, es gebe mit Blick auf die ähnlich besorgniserregende Corona-Situation in Thüringen und Sachsen gute Argumente, so vorzugehen. "In Sachsen ist es noch einen Tick schlimmer, aber wir sind nicht weit davon entfernt", sagte Maier.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Erfurt: