Vollbremsung! Auto wendet vor Straßenbahn und haut danach ab, zwei Rentner verletzt

Erfurt - In Erfurt hat sich erneut ein schwerer Straßenbahnunfall ereignet. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.

In Erfurt kommt es immer wieder zu Unfällen unter Beteiligung von Straßenbahnen. (Symbolfoto)
In Erfurt kommt es immer wieder zu Unfällen unter Beteiligung von Straßenbahnen. (Symbolfoto)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Ein unbekanntes weißes Auto fuhr direkt neben der Linie vier in der Leipziger Straße stadteinwärts, erklärte die Polizei. Den Informationen nach bog das Fahrzeug in der Folge vor der Tram verbotenerweise nach links ab, kreuzte die Straßenbahnschienen und wendete.

Der Straßenbahnfahrer musste daraufhin ein Vollbremsung einleiten - mit erheblichen Folgen. Zwei Fahrgäste, eine 78-Jährige sowie ein 81-Jähriger, stürzten und verletzten sich. Für die Rentnerin ging es anschließend in ein Krankenhaus.

Der Autofahrer oder die Autofahrerin des noch unbekannten weißen Fahrzeuges machte sich danach aus dem Staub und fuhr in Richtung Ringelberg.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Hinweise zu dem Auto geben können.

In den vergangenen Wochen und Monaten kam es immer wieder zu schweren und teils tödlichen Straßenbahnunfällen in Thüringens Landeshauptstadt. Erst am Dienstag war eine 83-Jährige zwischen zwei Triebwagen geraten. Sie verstarb noch am Unfallort.

Schwere und tödliche Unfälle unter Beteiligung von Straßenbahnen in der jüngeren Vergangenheit

Ende Februar hatte ein 32-Jähriger im Norden Erfurts die Gleise betreten und war dadurch von einer Tram angefahren worden. Er verletzte sich dabei schwer am Kopf.

Im November 2021 ereigneten sich sogar zwei tödliche Unfälle innerhalb weniger Tage. Dabei wurden ein 73-Jähriger sowie ein 50-Jähriger jeweils von einer Straßenbahn erfasst.

Im aktuellen Fall mit den zwei verletzten Rentner sucht die Polizei Zeugen, die Angaben zum weißen Auto machen können. Hinweise werden unter der 0361/7443-0 entgegengenommen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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