Weil er in Haft genommen werden will: 35-Jähriger prellt in Jena die Zeche und randaliert

Jena - Die Taten eines 35-jährigen Mannes führten am Sonntagabend in Jena zu einem Polizeieinsatz. Für eine Haft reichte es allerdings nicht.

Der Mann hat den Polizeieinsatz absichtlich provoziert, denn er wollte in Haft genommen werden. (Symbolbild)
Der Mann hat den Polizeieinsatz absichtlich provoziert, denn er wollte in Haft genommen werden. (Symbolbild)  © 123rf/huettenhoelscher

Wie die Polizei mitteilte, kehrte der Mann in einer Lokalität Am Markt ein. Hier ließ es er es sich schmecken und bestellte Speisen und Getränke im Wert von über 80 Euro.

Als er sich dann weigerte, die Rechnung zu zahlen, wurde die Polizei alarmiert. Bei der Anzeigenaufnahme gab der 35-Jährige an, dass er die Rechnung absichtlich nicht begleichen wollte, da er hoffte, so in Haft zu kommen.

Dem Wunsch wurde allerdings nicht entsprochen. Kurze Zeit später meldete sich wieder ein Mitarbeiter des Restaurants und teilte mit, dass der Mann erneut aufgetaucht sei und nun die Herausgabe seines Handys, welches anscheinend abhanden gekommen war, forderte.

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Nachdem ihm erläutert wurde, dass sein Mobiltelefon nicht da wäre, begann der Mann auf Tische und Stühle einzuschlagen und beschädigte einen Blumentopf sowie einen Asche-Eimer.

Den Angaben zufolge hatte sich der Mann dabei leicht verletzt und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zudem bekam er noch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Ob der Mann unter Einfluss von Alkohol oder Drogen stand, dazu konnte ein Sprecher der Landespolizei-Inspektion in Jena keine Angaben machen. Allerdings kann die Motivation des Mannes, in Haft genommen zu werden, auch einen ganz anderen Hintergrund haben.

Wie der Sprecher gegenüber TAG24 mitteilte, sei es nicht unüblich, dass Obdachlose beziehungsweise sozial schwächere Menschen in der kalten Jahreszeit Straftaten ansammeln, um dann für ein paar Wochen oder Monate im Gefängnis zu landen, ein Dach über dem Kopf zu haben und warme Mahlzeiten zu bekommen.

Ob das in diesem Fall so war, dazu konnten keine Angaben gemacht werden.

Titelfoto: 123rf/huettenhoelscher

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