Weil Omikron anders ist: Thüringer FDP fordert neue Regeln

Erfurt - Die FDP-Gruppe im Thüringer Landtag fordert höhere regionale Inzidenz-Schwellenwerte für Restaurantschließungen oder 2G-Plus in vielen Bereichen als bislang geplant.

Omikron verbreitet sich einfacher, deshalb fordert die Thüringer FDP-Gruppe, die Grenzwerte für Restaurant-Schließungen und 2G-Plus zu ändern. (Archivbild)
Omikron verbreitet sich einfacher, deshalb fordert die Thüringer FDP-Gruppe, die Grenzwerte für Restaurant-Schließungen und 2G-Plus zu ändern. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Dem Vorschlag zufolge sollen erst ab einer regionalen Corona-Inzidenz von 2000 strengere Hotspot-Regelungen wie etwa 2G plus in der Gastronomie greifen, teilte die Gruppe am Freitag in Erfurt mit. Die Landesregierung plant laut einem Verordnungsentwurf, die bisherige Grenze von regional 1000 wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner beizubehalten.

"Die Absicht der Landesregierung, den 1000er Wert unverändert lassen zu wollen, wird dem Charakter von Omikron nicht gerecht", sagte Gruppensprecher Thomas Kemmerich (56, FDP). "Das ist, als lege sie die Hände in den Schoß". Die Corona-Variante Omikron verbreitet sich leichter als die bis vor kurzem vorherrschende Delta-Variante.

Dem Entwurf der Landesregierung zufolge soll lediglich die bislang geltende Inzidenz-Schwelle von 1500 für strengere Einschränkungen, wie etwa Restaurantschließungen, auf 2000 angehoben werden. Hier fordert die FDP, die Maßnahmen am Wert von 3000 auszurichten.

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Bisher sehen die Hotspot-Maßnahmen in Thüringen vor, dass zum Beispiel 2G plus in der Gastronomie eingeführt wird, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 1000 überschritten hat. Beim höchsten Schwellenwert von derzeit 1500 müssen Gaststätten ganz schließen.

In Thüringen liegen derzeit alle Kreise und kreisfreien Städte unter diesen Grenzwerten.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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