Online-Petition fordert 365-Euro-Ticket für Frankfurt und das RMV-Gebiet

Frankfurt am Main - Eine Online-Petition, an der auch die Deutsche Umwelthilfe beteiligt ist, fordert die Einführung eines 365-Euro-Tickets für Frankfurt und das ganze Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).

Ein 365-Euro-Ticket beim RMV wäre für viele Fahrgäste auch eine spürbare finanzielle Entlastung (Symbolbild).
Ein 365-Euro-Ticket beim RMV wäre für viele Fahrgäste auch eine spürbare finanzielle Entlastung (Symbolbild).  © Arne Dedert/dpa

Die Petition, die auf der Plattform Change.org um Unterschriften via Mausklick wirbt, fordert ein sogenanntes Flatrate-Ticket für Frankfurt und das gesamte RMV-Gebiet.

Der Gedanke dahinter: Für einen Euro pro Tag im Jahr, also für 365 Euro, erhält der Kunde eine Jahreskarte, die für das gesamte Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes gilt.

Die Initiatoren der Online-Petition argumentieren, dass durch die Corona-Krise die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zurückgegangen seien, während zugleich für den Umstieg auf eine klimafreundliche und saubere Mobilität ein Ausbau des ÖPNV von Nöten sei.

Daher schlagen die Initiatoren der Petition ein 365-Euro-Ticket als "zentrale Maßnahme" vor, um "mehr Menschen dazu zu bewegen, Bus und Bahn zu nehmen und den ÖPNV langfristig zu stärken".

Die Idee einer 365-Euro-Jahreskarte ist nicht neu. Für Schüler und Menschen ab 65 gibt es solche Tickets bereits beim RMV.

Im November 2019 bekräftigten auch die Oberbürgermeister von Frankfurt und Mainz, Peter Feldmann und Michael Ebling (beide SPD), dass sie ein 365-Euro-Ticket für alle Fahrgäste des RMV einführen wollten (TAG24 berichtete). Passiert ist seitdem in dieser Sache jedoch nichts.

Es bleibt abzuwarten, ob die Online-Petition der Deutschen Umwelthilfe politische Durchschlagskraft entwickeln wird. Erforderlich wäre hierfür in jedem Fall eine hohe Anzahl an Unterstützern.

Unbestreitbar ist, dass ein 365-Euro-Ticket für sehr viele Menschen in Frankfurt und im ganzen Rhein-Main-Gebiet auch eine deutlich spürbare Entlastung bei den Lebenshaltungskosten bedeuten würde.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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