Antisemitische Vorfälle beunruhigen jüdische Gemeinde

Frankfurt am Main - Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat sich "zutiefst beunruhigt" über antisemitische Ausschreitungen in Deutschland in den vergangenen Tagen gezeigt.

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt gehört zu den vier größten in Deutschland.
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt gehört zu den vier größten in Deutschland.  © Frank Rumpenhorst/dpa

"Bereits seit vielen Jahren werden die jüdischen Gemeinden und ihre Mitglieder hierzulande immer wieder Ziel von Hass und Angriffen, die unter dem Deckmantel der vermeintlich legitimen "Israel-Kritik" gerechtfertigt werden", hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme.

Diese Angriffe seien jedoch purer Antisemitismus, der durch entschlossenes Handeln bekämpft werden müsse.

"Judenhass in Deutschland darf durch nichts verharmlost oder akzeptiert werden. Wir wünschten uns, dass auch die Zivilgesellschaft dies klar betont und Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft zeigt", hieß es.

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Zugleich forderte der Vorstand ein Verbot für eine am Samstag angemeldete Demonstration, in deren Aufruf ein "freies Palästina vom Fluss bis zum Meer" gefordert wird.

"Wenn alle Versicherungen, man würde für die Sicherheit jüdischer Bürger sorgen und Antisemitismus nicht akzeptieren, ernst genommen werden sollen, dann gibt es zu einem Verbot dieser Demonstration keine Alternative", forderte der Gemeindevorstand. Die Jüdische Gemeinde Frankfurt gehört zu den vier größten in Deutschland.

Zuvor war es unter anderem in Gelsenkirchen und Münster angesichts der eskalierenden Lage im Gaza-Konflikt zu Demonstrationen mit antisemitischen Sprechchören und der Verbrennung israelischer Fahnen gekommen. In Bonn kam es zu Steinwürfen auf die Synagoge.

Titelfoto: Frank Rumpenhorst/dpa

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