In schwindelerregender Höhe: Arbeiter machen auf Kirchturm kuriose und historische Entdeckung

Frankfurt am Main - Bei der Entfernung des Turmkreuzes der Frankfurter Dreikönigskirche haben Arbeiter zwei geheimnisvolle Kassetten entdeckt.

Vor der Hochhauskulisse von Frankfurt arbeiten Maurer Jonas Kirchner, Metallbauer David Pößel und Steinmetz Reinhart Vierkant (v.l.n.r.) an der Demontage des Kreuzes auf dem Turm der Dreikönigskirche am Mainufer.
Vor der Hochhauskulisse von Frankfurt arbeiten Maurer Jonas Kirchner, Metallbauer David Pößel und Steinmetz Reinhart Vierkant (v.l.n.r.) an der Demontage des Kreuzes auf dem Turm der Dreikönigskirche am Mainufer.  © dpa/Boris Rössler

Bei ihnen handelt es sich nach Angaben des Darmstädter Architekten Udo Raabe vermutlich um sogenannte "Zeitkapseln", wie sie bei der Vollendung von Kirchen oftmals eingemauert werden.

Eine der beiden Kapsel enthielt eine Zeitung aus dem Jahr 1881 und ein Fläschchen mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit. "Vielleicht ist es Äppelwoi, vielleicht Mainwasser - wir wissen es nicht", sagte Raabe am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die zweite Kassette war seinen Angaben zufolge fest verschlossen. Beide Fundstücke wurden der Stadt übergeben. Arbeiter hatten am Donnerstag mit einem Autokran in 75 Metern Höhe das Turmkreuz abgenommen.

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Das rund 140 Jahre alte Kreuz aus Schmiedeeisen soll in einer Werkstatt in Thüringen instandgesetzt werden. Noch bis 2023 werden Fassade und Dach des Turms der Kirche im Stadtteil Sachsenhausen für rund 3,2 Millionen Euro restauriert.

Es ist der dritte und letzte Bauabschnitt der Sanierung des neogotischen Gebäudes am Mainufer.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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