Awo-Skandal in Frankfurt: Erste Zwischenbilanz sieht Millionen-Schaden

Frankfurt am Main - Das neue Präsidium und der Vorstand der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Frankfurt gehen von einem Millionen-Schaden durch den sogenannten "Awo-Skandal" aus.

"Jede Menge" steht auf einem AWO-Fahrzeug, welches vor der AWO-Zentrale in Frankfurt geparkt ist.
"Jede Menge" steht auf einem AWO-Fahrzeug, welches vor der AWO-Zentrale in Frankfurt geparkt ist.  © Boris Roessler/dpa

Der vorläufig festgestellte Gesamtschaden für den Kreisverband Frankfurt betrage für die Jahre 2015 bis 2019 etwa 4,5 Millionen Euro, sagte Petra Rossbrey, die Vorsitzende des Präsidiums, am Donnerstag in Frankfurt.

Davon entfielen unter anderem 1,6 Millionen Euro auf überhöhte Gehälter und Dienstwagen sowie etwa 0,9 Millionen Euro auf ungerechtfertigte Spenden an den Kreisverband Wiesbaden, zu dem personelle Verflechtungen bestanden.

Rossbrey und Vorstand Gerhard Romen betonte das Versagen der bisherigen Aufsichtsgremien. Niemand sei den früheren Awo-Funktionären "in den Arm gefallen."

Rossbrey war Mitte Februar in ihr Amt gewählt worden, auch der neue Vorstand ist erst seit einigen Monaten im Amt.

Der Awo-Skandal in Frankfurt: Ungewöhnlich hohe Gehälter und Luxus-Dienstwagen

Seit dem vergangenen Jahr ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Betrugs- und Untreueverdachts gegen mehrere Verdächtige. Die Stadt Frankfurt stellte ebenfalls Strafanzeige.

Berichte über ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Frankfurter Awo-Funktionäre und Luxus-Dienstwagen hatten für Kritik bei vielen Ehrenamtlern und beim Bundesvorstand gesorgt.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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