Bierhumpen mit Hitlerbild: Militaria-Sammler kommt noch mal davon

Frankfurt am Main - Weil er aus Thailand einen Koffer voller Nazi-Utensilien mitgebracht hat, ist ein Militaria-Sammler aus Nordrhein-Westfalen vom Amtsgericht Frankfurt verwarnt worden.

Der Prozess wurde vor dem Amtsgericht Frankfurt verhandelt (Symbolfoto).
Der Prozess wurde vor dem Amtsgericht Frankfurt verhandelt (Symbolfoto).  © Fredrik von Erichsen/dpa

Sollte sich der 33-Jährige die kommenden drei Jahre straffrei führen, muss er eine Geldstrafe in Höhe von 1250 Euro (50 Tagessätze) nicht zahlen. Militaria-Sammler beschäftigen sich mit Gegenständen, die mit den Bereichen Militär, Soldatentum und Krieg zu tun haben.

In dem Prozess verzichtete der Mann auf die Rückgabe der vom Zoll beschlagnahmten Sachen, die seinen Angaben zufolge einen Wert von 18.000 Euro haben.

Bei seiner Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen waren im Oktober 2018 in dem Koffer unter anderem ein Bierhumpen mit einem Hitlerbild, ein Dolch mit Hakenkreuzen sowie Hitler-Fotografien und Banner mit verbotenen Symbolen entdeckt worden.

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Auf dem Körper des Mannes befanden sich darüber hinaus Tätowierungen mit rechtsextremen Parolen.

Angeklagter hat sich von rechtsextremen Szene gelöst

Vor Gericht sagte der Angeklagte, er habe die Gegenstände gekauft, um seine Militaria-Sammlung zu vervollständigen. Verbreiten habe er die Sachen nicht wollen.

Mittlerweile habe er sich jedoch aus der rechtsextremen Szene gelöst und auch die Tätowierungen entfernen lassen. Gericht und Staatsanwaltschaft erklärten sich daraufhin mit der Verwarnung einverstanden. Das Urteil vom Mittwoch ist bereits rechtskräftig.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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