Bildungsstätte fordert: Gegen Corona-Verschwörungsmythen vorgehen!

Frankfurt am Main - Das Vorgehen gegen Verschwörungsmythen muss nach Ansicht der Bildungsstätte Anne Frank Teil der Pandemiebekämpfung von Bund und Ländern werden. 

Teilnehmer stehen nach dem Ende einer Demonstration der Stuttgarter Initiative "Querdenken" am Hauptbahnhof Leipzig hinter der Reiterstaffel der Polizei.
Teilnehmer stehen nach dem Ende einer Demonstration der Stuttgarter Initiative "Querdenken" am Hauptbahnhof Leipzig hinter der Reiterstaffel der Polizei.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Direktor der Bildungsstätte, Meron Mendel, verwies anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome von 1938 am Montag in Frankfurt auf die zunehmende Militanz und den Antisemitismus der Szene der Corona-Leugner.

Mendel nannte als Beispiel die Demonstration in Leipzig mit mindestens 20.000 Anhängern der "Querdenken"-Bewegung und massenhaft Regelverstößen sowie Gewalt und Angriffen auf die Presse. Nicht zuletzt durch prominente Unterstützer drohten die Verschwörungsmythen auch in der bürgerlichen Mitte zu verfangen.

"In einer Zeit, da antisemitische Verschwörungsideologien und antisemitisch motivierte Gewalt Hochkonjunktur haben, reicht es nicht aus, einmal im Jahr mit Blick auf die nationalsozialistischen Verbrechen ritualhaft 'nie wieder' zu sagen", erklärte Mendel. 

Nötig sei ein konsequentes Vorgehen gegen Falschbehauptungen und verfassungswidrige Äußerungen etwa in den sozialen Netzwerken und eine Prüfung, ob entsprechende Symbole verboten werden könnten. 

Die Auseinandersetzung mit dem Thema müsse fest in den Schulen verankert werden, forderte Mendel. 

Kindern und Jugendlichen müsse die Kompetenz vermittelt werden, Informationen von Fake News zu unterscheiden und Radikalisierung bei Gleichaltrigen und im sozialen und familiären Umfeld zu erkennen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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