Blutnacht von Hanau: Graffiti für Opfer in Frankfurt geschändet

Frankfurt am Main - Die Blutnacht von Hanau schockierte im Februar ganz Deutschland (TAG24 berichtete). Ein Graffiti in der Mainmetropole Frankfurt zur Erinnerung an die Opfer des rassistischen Anschlags wurde kürzlich von Unbekannten geschändet.

Das Foto zeigt den beschmierten Teil des Graffitis unter der Friedensbrücke in Frankfurt.
Das Foto zeigt den beschmierten Teil des Graffitis unter der Friedensbrücke in Frankfurt.  © TAG24/Florian Gürtler

Den ursprünglichen Schriftzug "Rassismus tötet" änderten die Täter zu "Kiffen tötet Gehirn!" ab.

Das bestätigte ein Polizeisprecher am Dienstag. Die Tatzeit und das Motiv seien noch nicht klar. Es werde wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Das 27 Meter breite Wandbild eines Künstlerkollektivs unter der Friedensbrücke in Frankfurt war im Sommer vorgestellt worden, genau vier Monate nach der Tat.

Neben den Worten "Rassismus tötet" und "Niemals vergessen" sind die Gesichter der Opfer des Anschlags in Hanau zu sehen. Zur Vorstellung des Graffitis kamen damals auch Angehörige und legten Blumen nieder.

Am 19. Februar hatte in Hanau ein 43 Jahre alter Deutscher neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen.

Vor dem Anschlag hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht (TAG24 berichtete).

Das Wandbild in Frankfurt zeigt die Gesichter der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau.
Das Wandbild in Frankfurt zeigt die Gesichter der Opfer des rassistischen Anschlags in Hanau.  © TAG24/Florian Gürtler

Neben den neun jungen Menschen soll der 43-Jährige auch seine Mutter umgebracht haben, bevor er sich selbst tötete.

Titelfoto: TAG24/Florian Gürtler

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