Club-Sterben in Hessen befürchtet: Gaststättenbranche fordert Lösungen

Frankfurt am Main - Die Gaststättenbranche fordert wegen der anhaltenden Corona-Krise Lösungen für die bereits seit Monaten geschlossenen Diskotheken und Clubs. 

Die Zahl der illegalen Partys steigt (Symbolfoto).
Die Zahl der illegalen Partys steigt (Symbolfoto).  © Sophia Kembowski/dpa

Hessen steuere auf ein Club-Sterben zu, mahnte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Julius Wagner. Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfen und die Überbrückungshilfen seien zwar wichtige Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen. 

"Allerdings können sie allein nicht das ersetzen, was tatsächlich die Zukunft von Clubs und Diskotheken bestimmt: eine Perspektive", so Wagner.

Einige Clubs versuchten, sich mit Barbetrieb über Wasser zu halten, um zumindest am Markt präsent zu sein und "dem Mindestbedürfnis ihrer Stammgäste" zu entsprechen. Damit ließen sich aber keine tragenden Umsätze generieren. 

Auch angesichts einer zunehmenden Zahl illegaler Partys seien Lösungen nötig. Die Wirte der Clubs als Profis seien in der Lage, aufwendige Hygienekonzepte, Einlasskontrollen und Luftreinigungssysteme umzusetzen. "All das fehlt bei illegal stattfindenden Partys vollkommen", so Wagner.

Es gelte deshalb, verantwortungsvoll "in allen Richtungen über Öffnungsperspektiven" zu sprechen und sich dabei "von einer totalen 'No-Risk'-Politik ein Stück weit" zu verabschieden.

Es gebe Konzepte wie auch für Fußballstadien, Theater & Co., um schrittweise und mit größtmöglicher Sorgfalt die Risiken zu minimieren und die ersten Schritte in Richtung Wiedereröffnung zu wagen.

Titelfoto: Sophia Kembowski/dpa

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