Corona-Demos in Frankfurt: Autokorso und riesiger "Stadtspaziergang"

Frankfurt am Main - Gleich neun Corona-Demonstrationen sind an diesem Wochenende in Frankfurt angemeldet worden. Bei einer Corona-Demonstration soll ein Autokorso stattfinden.

Über 2000 Corona-Demonstranten werden dieses Wochenende in Frankfurt erwartet.
Über 2000 Corona-Demonstranten werden dieses Wochenende in Frankfurt erwartet.  © Boris Roessler/dpa

Erwartet werden nach Angaben der Organisatoren mehr als 2000 Menschen, teilte ein Sprecher des Ordnungsamts am Freitag mit.

Das Ordnungsamt erließ umfangreiche Auflagen, um Verstöße gegen Corona-Schutzvorschriften auszuschließen. Im gesamten Innenstadtbereich werden Verkehrsbehinderungen und Auswirkungen auf den ÖPNV erwartet.

"Mit den verfügten Auflagen kommt das Ordnungsamt seiner Aufgabe nach, das hohe Verfassungsgut der Versammlungsfreiheit zu schützen und zu gewährleisten und gleichzeitig Gefahren abzuwehren", sagte Sicherheitsdezernentin Annette Rinn (FDP).

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Durch die Anordnung einer Maskenpflicht und von Mindestabständen sowie durch die Änderung der Demorouten werde den Regeln zur Eindämmung der Pandemie Rechnung getragen.

Die Polizei werde gegen etwaige Auflagenverstöße verhältnismäßig und konsequent vorgehen. Bei ähnlichen Versammlungen an den beiden vergangenen Samstagen waren Verstöße gegen die Abstands- und Maskenpflicht festgestellt worden.

Sogenannter "Stadtspaziergang" mit 1500 Querdenkern am Samstag in Frankfurt

Die größte Versammlung ist für Samstagnachmittag in der Frankfurter Innenstadt geplant. Hier wollen 1500 Teilnehmende einen Stadtspaziergang zum Thema "Kinderschutz, Kinder schützen" durchführen. Bereits am vergangenen Wochenende hatten Angehörige der Querdenken-Bewegung einen solchen "Stadtspaziergang" organisiert.

Eine Versammlung auf dem Frankfurter Rathenauplatz ist unter dem Motto angekündigt: "Gegen Zwangsimpfung, Impf-Pass, gegen globale Diktatur".

Am Freitag prüfte die Stadt Frankfurt noch die Anmeldung eines Autokorsos mit rund 500 erwarteten Fahrzeugen gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen.

Gegen die Versammlungen der Corona-Maßnahmen-Gegner wurden drei Gegendemonstrationen angemeldet, unter anderem unter dem Motto: "Gegen Verschwörungsideologien, für konsequenten Antifaschismus und solidarische Politik".

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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