Corona-Regeln für Frankfurt und Hessen sollen gelockert werden

Wiesbaden - Das Bundesland Hessen will die Quarantäne-Vorgaben für Corona-Infizierte deutlich lockern. Das teilte das Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit.

Anstelle der Quarantäne-Vorgaben soll es für Corona-Infizierte in Hessen beispielsweise eine begrenzte Maskenpflicht treten. (Symbolbild)
Anstelle der Quarantäne-Vorgaben soll es für Corona-Infizierte in Hessen beispielsweise eine begrenzte Maskenpflicht treten. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

In der Regel sollen Erkrankte in Frankfurt und ganz Hessen sich nicht mehr in häusliche Absonderung begeben müssen.

Auch Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein planen einen solchen Schritt. Im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie sei eine neue Phase nötig, teilten die Länder mit.

An die Stelle der generellen Isolationspflicht für positiv auf Corona Getestete solle beispielsweise eine begrenzte Maskenpflicht treten, teilten die Länder mit. Die neuen Regeln sollen bald in Kraft treten, die Details würden derzeit ausgearbeitet.

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"So lange das derzeit herrschende Omikron-Virus nicht von einer pathogeneren Variante verdrängt wird, die unser Gesundheitssystem überlasten könnte, ist der Schritt verantwortbar und geboten", erklärte Sozialminister Kai Klose (48, Grüne). Möglich werde dieser Schritt, da viele Menschen in Deutschland geimpft seien oder eine Infektion durchgemacht hätten.

An die Stelle der Isolationspflicht sollen verpflichtende Schutzmaßnahmen für Infizierte treten, um besonders gefährdete Menschen etwa in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen zu schützen, erläuterte Klose.

Zurückgehende Infektionszahlen, wirksame Schutzimpfung und Basisimmunität

Die Bundesländer berufen sich bei ihrem gemeinsamen Vorgehen laut der Mitteilung unter anderem auf Erfahrungen aus Nachbarländern wie Österreich. Aus diesen Ländern seien keine negativen Erkenntnisse bekannt, hieß es.

Für eine Lockerung der Isolationspflicht sprächen zurückgehende Infektionszahlen, die wirksame Schutzimpfung und eine Basisimmunität innerhalb der Bevölkerung von mehr als 90 Prozent.

Die Länder verwiesen außerdem darauf, dass es in der Regel keine schweren Krankheitsverläufe mehr gebe und wirksame antivirale Medikamente verfügbar seien.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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