"Hohes Gewaltpotenzial": Bahn-Gewerkschaft fordert mehr Sicherheit bei 3G-Kontrollen

Kassel/Frankfurt am Main - Seit rund zwei Monaten dürfen nur Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete mit Bussen und Bahnen fahren. Ein Problem stellen die Kontrollen dar.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft fordert, dass 3G-Kontrollen in Bussen und Bahnen in Begleitung von Sicherheitsdiensten oder Polizei erfolgen müssen, um die Zugbegleiter vor gewaltsamen Eskalationen zu schützen.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft fordert, dass 3G-Kontrollen in Bussen und Bahnen in Begleitung von Sicherheitsdiensten oder Polizei erfolgen müssen, um die Zugbegleiter vor gewaltsamen Eskalationen zu schützen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Den ohne Nachweis erwischten Fahrgästen droht ein Bußgeld von 100 Euro, zudem müssen sie das Fahrzeug verlassen.

Die Kontrollen dieser Corona-Regel wie auch der Maskenpflicht bergen nach Gewerkschaftsangaben Eskalationsgefahr: "Die Kollegen werden angegangen, bedroht und geschubst", sagte der Leiter der Kasseler Geschäftsstelle der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Andreas Güth.

Die Kontrollen müssten in Begleitung von Sicherheitsdiensten oder der Polizei erfolgen und könnten nicht Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern überlassen werden.

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"Das ist ein Gefahrenpotenzial, für das sind die Beschäftigten nicht ausgebildet", sagte Güth.

Die allermeisten Fahrgäste hielten sich an die Regeln. "Das ist ein hohes Gewaltpotenzial von ganz wenigen", so Güth.

Schon vor der Corona-Pandemie sei Gewaltbereitschaft da gewesen, Maskenpflicht und 3G hätten dies noch gesteigert.

Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn darf die 3G-Regel, die seit 24. November gilt, nur zu zweit kontrolliert werden, wie ein Sprecher von DB Regio sagte.

Auch Sicherheitskräfte würden dazu eingesetzt. Die Kontrollen erfolgten stichprobenartig, nur ein geringer Anteil der Fahrgäste könnte die erforderlichen Nachweise nicht vorzeigen, weniger als 1,5 Prozent. Konfliktfälle seien dabei selten.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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