Corona sei Dank? Frankfurt kommt vorerst um Diesel-Fahrverbot herum

Frankfurt am Main - In Frankfurt am Main wird es zunächst keine Fahrverbote geben.

In Hessens größter Stadt Frankfurt am Main wird es vorerst keine Dieselfahrverbote geben.
In Hessens größter Stadt Frankfurt am Main wird es vorerst keine Dieselfahrverbote geben.  © DPA/Arne Dedert

Die Luftqualität in Hessens größter Stadt habe sich in den vergangenen Monaten insgesamt positiv entwickelt, erklärte Umweltministerin Priska Hinz (62, Grüne) in Wiesbaden. Deswegen müssten ab dem 1. Juli keine Fahrverbote eingeführt werden.

Die Stadt habe mehr Fahrradspuren und mehr ÖNPV sowie ein Tempolimit eingeführt. Auch die veränderte Mobilität in der Corona-Pandemie habe zu geringerem Verkehr in der Großstadt beigetragen.

Es könne aber noch keine vollständige Entwarnung geben, da die Messwerte teilweise steigen, betonte die Umweltministerin. Das bedeute, dass Fahrverbote ab dem 1. Oktober noch nicht vom Tisch seien.

Um die Luftqualität in Hessens größter Stadt zu verbessern, war Ende vergangenen Jahres ein neuer Luftreinhalteplan mit zahlreichen Maßnahmen in Kraft getreten. Damit sollte sichergestellt werden, dass die geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid so schnell wie möglich eingehalten werden.

Die drohenden Fahrverbote beziehen sich auf ältere Dieselfahrzeuge und Benziner. Der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte in einem Urteil Ende 2019 die Stadt zur Prüfung von Fahrverbotszonen für Dieselfahrzeuge verpflichtet, damit der Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft eingehalten wird.

Ausgangspunkt war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Hessen wegen zu hoher Luftverschmutzung durch Diesel-Abgase. Als hessenweit erste Stadt wurden in Darmstadt Fahrverbote eingeführt.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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