Coronavirus-Pandemie: So gehen Hessens Topvereine mit der Situation um

Frankfurt am Main - Der Sport in Deutschland steht still. Die Coronavirus-Pandemie hat auch die großen Ballsportarten mit voller Wucht getroffen. Wie gehen die hessischen Topvereine mit dieser Ausnahmesituation um? Ein Überblick:

Eintracht-Keeper Kevin Trapp und seine Teamkameraden müssen sich weitestgehend zu Hause aufhalten.
Eintracht-Keeper Kevin Trapp und seine Teamkameraden müssen sich weitestgehend zu Hause aufhalten.  © dpa/Uwe Anspach

FUßBALL

Bundesligist Eintracht Frankfurt hat das Mannschaftstraining für die kommende Woche komplett ausgesetzt und seine Profis vorerst nach Hause geschickt. 

"Es ist eine außergewöhnliche Situation, die auch von uns außergewöhnliche Maßnahmen erfordert", begründete Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic die Entscheidung. Am 23. März soll das Training wieder aufgenommen werden (TAG24 berichtete).

Auch die Spieler des Zweitligisten Darmstadt 98 trainieren bis auf weiteres individuell. Am Samstag holten die Lilien-Profis ihre Sachen und einige Trainingsgeräte ab, um sich im Homeoffice fit halten zu können. 

Liga-Rivale SV Wehen Wiesbaden will am Dienstag beraten, wie es weitergeht. Bis dahin haben die Spieler frei. Südwest-Regionalligist Kickers Offenbach bittet seine Spieler nach einem freien Wochenende dagegen am Montag zum Training.

Auch in den Frauen-Bundesliga ruht der Spielbetrieb. Wie es für den 1. FFC Frankfurt weiter geht, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

Handballer der TV Hüttenberg setzen sich für Mitmenschen ein

Auch die Handballer der MT Melsungen legen bis zum 29. März eine Pause ein.
Auch die Handballer der MT Melsungen legen bis zum 29. März eine Pause ein.  © dpa/Uwe Anspach

HANDBALL

Bundesligist MT Melsungen legt sowohl im sportlichen wie auch administrativen Bereich eine Pause bis zum 29. März ein. Wegen mangelnder Hallentrainingsgelegenheiten hat das Trainerteam um Chefcoach Gudmundur Gudmundsson individuelle Trainingspläne für die Spieler erstellt. 

Die Geschäftsstelle bleibt geschlossen, alle öffentlichen Auftritte der Mannschaft sind ausgesetzt. Beim Liga-Rivalen HSG Wetzlar will man am Dienstag darüber beraten, wie man mit der Ausnahmesituation umgeht. Da die Trainingshallen der Stadt Wetzlar komplett gesperrt wurden, ist ein normaler Betrieb nicht aufrechtzuerhalten.

Zweitligist TV Hüttenberg hat bereits eine sinnvolle Alternative für die Zwangsauszeit gefunden. Weil der Spielbetrieb bis Ende April ausgesetzt wird, wollen die Spieler für Menschen in Quarantäne oder Risikogruppen das Einkaufen übernehmen (TAG24 berichtete). 

"Vielleicht sind es nur kleine Taten, doch wir sind uns sicher, dass die Hilfebedürftigen hiermit unterstützt werden", sagte Trainer Frederick Griesbach. Von Dienstag an sollen die Einkaufslisten telefonisch oder per E-Mail durchgegeben werden können.

Beim Frauen-Bundesligisten Bad Wildungen Vipers soll der Trainingsbetrieb in den nächsten Tagen langsam heruntergefahren und dann vorläufig ausgesetzt werden.

Finanzieller Schaden für Frankfurter Volleyballer weit im sechsstelligen Bereich

Die Volleyballer der United Volleys Frankfurt haben aufgrund des Saisonabbruchs nun zwangsfrei.
Die Volleyballer der United Volleys Frankfurt haben aufgrund des Saisonabbruchs nun zwangsfrei.  © dpa/Andreas Gora

BASKETBALL

Bei den Gießen 46ers herrscht zunächst bis zum Montag ein Trainingsverbot, das auch für die Jugendmannschaften gilt. Die Skyliners Frankfurt beobachten die Situation. "Wir werden natürlich allen Empfehlungen und Vorgaben der Behörden nachkommen", sagte Geschäftsführer Gunnar Wöbke.

VOLLEYBALL

Nach dem Abbruch der Bundesligasaison haben die Männer der United Volleys Frankfurt und die Frauen des VC Wiesbaden zwangsfrei. Die Vereine treibt nun vor allem die Sorge um die Zukunft um. 

Der finanzielle Schaden bei den Frankfurtern gehe laut Geschäftsführer Jörg Krick "auf jeden Fall weit in den sechsstelligen Bereich". Nicht so hart trifft das vorzeitige Saison-Aus die Wiesbadenerinnen, die die Playoffs sportlich verpasst hatten.

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Auch Lilien-Keeper Marcel Schuhen hat, wie seine Teamkollegen, erstmal Sendepause. Der Spielbetrieb in der 2. Fußball-Bundesliga ruht.
Auch Lilien-Keeper Marcel Schuhen hat, wie seine Teamkollegen, erstmal Sendepause. Der Spielbetrieb in der 2. Fußball-Bundesliga ruht.  © dpa/Uwe Anspach

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