Anschlag in deutscher Großstadt geplant? Polizei findet zahlreiche Waffen

Frankfurt am Main - Der Staatsschutz im Polizeipräsidium Frankfurt hat offenbar einen geplanten blutigen Anschlag verhindert.

Bei dem 53-jährigen Frankfurter wurde zahlreiche Gas- und Luftdruckwaffen, eine Armbrust, Dolche und mehrere Schwerter gefunden.
Bei dem 53-jährigen Frankfurter wurde zahlreiche Gas- und Luftdruckwaffen, eine Armbrust, Dolche und mehrere Schwerter gefunden.  © Polizeipräsidium Frankfurt

Ein 53 Jahre alter Mann sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und die Polizei am Dienstag gemeinsam mitteilten.

Demnach war der in Irland geborene Beschuldigte bereits am 15. Juli in einem Garten im Norden von Frankfurt am Main bei einer Polizei-Aktion festgenommen worden.

Einen Tag später sei das "weitläufige und verwahrloste Gelände, auf dem sich ein Bauwagen, mehrere Stahlcontainer und mehrere heruntergekommene Kraftfahrzeuge befanden", von Beamten durchsucht worden, berichtete ein Sprecher weiter.

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Dabei stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Gas- und Luftdruckwaffen, aber auch eine Armbrust, Dolche und Schwerter sicher. Außerdem entdeckte die Polizisten "sonstige Gegenstände" die für die Begehung eines Anschlags geeignet gewesen wären.

Noch am 16. Juli erließ ein Ermittlungsrichter einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 53-Jährigen.

Verdächtiger beschwerte sich über Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen

Das Foto zeigt die Schwerter, die in dem Garten des 53-jährigen Beschuldigten sichergestellt wurden.
Das Foto zeigt die Schwerter, die in dem Garten des 53-jährigen Beschuldigten sichergestellt wurden.  © Polizeipräsidium Frankfurt

Der Verdächtige soll zuvor zahlreiche handschriftliche Briefe mit "wirren, regelmäßig unverständlichen Inhalten" an mehrere Behörden und Gerichte geschickt haben.

"Er beschwerte sich darin über angebliche Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen und reicherte sie wahllos mit Zitaten aus unterschiedlichsten Gesetzestexten an", erklärte der Sprecher weiter.

Diese Schreiben hätten sowohl auf eine "geistige Verwirrtheit" sowie auf eine Nähe zur sogenannten "Reichsbürger-Szene" hingedeutet. Letzteres konnte jedoch offenbar bislang nicht bestätigt werden.

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Am 12. Juli hätte sich die Situation dann verschärft, als der Beschuldigte angeblich mehrere inhaltsgleiche Texte an verschiedene Behörden verschickte, in denen ein Anschlag für den 20. Juli angekündigt wurde.

In der Folge begann die Polizei ihre Ermittlungen gegen den Verdächtigen, dessen Aufenthaltsort zu diesem Zeitpunkt bereits seit Längerem bekannt war, und die zu der Polizei-Aktion am 15. und 16. Juli im Norden von Frankfurt führten.

Die Ermittlungen gegen den 53-Jährigen dauern an.

Titelfoto: Montage: Polizeipräsidium Frankfurt

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