Brutale Gewalt und versuchte Tötungen: Rivalenkämpfe im Bandenmilieu in Frankfurt

Frankfurt am Main - Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt zu gewaltsamen Rivalenkämpfen im Bandenmilieu, bei denen es bereits zu versuchten Tötungen gekommen sein soll.

Auch eine Schießerei in der Frankfurter City Ende Januar steht offenbar im Zusammenhang mit den Kämpfen im Bandenmilieu.
Auch eine Schießerei in der Frankfurter City Ende Januar steht offenbar im Zusammenhang mit den Kämpfen im Bandenmilieu.  © 5vision.media

In welchen Bereichen die beiden Gruppen konkurrieren, konnte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch nicht sagen. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es. Die Fälle beschäftigen die Ermittler schon mindestens seit Januar.

Am Dienstag waren bei Durchsuchungen in Frankfurt, Rüsselheim, Mainz und Nauheim Wohnungen sowie eine Gartenparzelle durchsucht und ein Mann festgenommen worden.

Er sei im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt dringend tatverdächtig, hieß es.

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Die Ermittlungen wegen gemeinsamen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung richten sich gegen insgesamt fünf Verdächtige im Alter von 21 bis 36 Jahren. Sie sollen Anfang März im Frankfurter Gallusviertel in den frühen Morgenstunden auf offener Straße mit Totschlägern und Baseballschlägern auf einen 38 Jahre alten Mann eingeschlagen haben, der bei der Auseinandersetzung auch einen Messerstich erlitt.

Diese Tat soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einer Schießerei Ende Januar vor einem Kiosk stehen. Die Männer, gegen die nun ermittelt wird, sollen damals selbst von einer Gruppe anderer Männer angegriffen worden sein.

Nach diesem Vorfall wurde im März der mutmaßliche Schütze und ein zweiter Tatverdächtiger festgenommen. Vorangegangen waren Durchsuchungen von 30 Wohnungen und Geschäftsräumen in Frankfurt, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Titelfoto: 5vision.media

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