Einsatz auf acht Pfoten: Hunde lassen Kokain-Schmuggler auffliegen

Frankfurt am Main - Zwei Kokain-Funde auf einen Streich: Bei der Kontrolle des Gepäcks eines Flugs aus Rio de Janeiro hat der Zoll am Frankfurter Flughafen insgesamt rund 13 Kilogramm Kokain sichergestellt - dank der Drogenspür-Hunde Fee und Yngvi.

Die Hunde entdeckten zwei Hartschalen-Koffer, in denen jeweils 6,5 Kilogramm Kokain versteckt waren (Symbolbild).
Die Hunde entdeckten zwei Hartschalen-Koffer, in denen jeweils 6,5 Kilogramm Kokain versteckt waren (Symbolbild).  © dpa/Boris Rössler

"Das ist auch für den Frankfurter Flughafen eine beachtliche Menge", sagte eine Zoll-Sprecherin am Freitag. Der Schwarzmarkt-Wert betrage rund 455.000 Euro.

Zunächst hatte Schäferhündin Fee auf einen Hartschalen-Koffer reagiert und unter Beweis gestellt, dass sie trotz des stattlichen Alters von elf Jahren nichts von ihrer feinen Spürnase eingebüßt hat, wie eine Zoll-Sprecherin am Freitag berichtete.

Bei der Röntgen-Kontrolle des Gepäckstücks stellte der Zollbeamte eine Verdickung der Rückwand fest und stieß bei der näheren Untersuchung auf weißes Pulver, das sich als Kokain erwies.

Währenddessen setzte eine Zöllnerin mit dem sechs Jahre alten Zollhund Yngvi das Absuchen der Koffer-Reihen fort. Der Weimaraner wurde ebenfalls fündig und reagierte auf einen blauen Hartschalen-Koffer, in dessen doppelten Boden die Beamten erneut auf Kokain stießen.

Mutmaßliche Schmuggler vorläufig festgenommen

In beiden Koffern befanden sich jeweils rund 6,5 Kilogramm der Droge. Beide Koffer sollten nach Brüssel weitergeleitet werden.

Zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren wurden als mutmaßliche Schmuggler vorläufig festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Der erfolgreiche Einsatz auf acht Pfoten fand bereits im März statt, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen aber erst jetzt gemeldet.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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