Bekannten mit Tritten und Schlägen traktiert: Einen Tag später liegt dieser tot auf dem Sofa

Frankfurt am Main - Mit Schlägen und Tritten an einem Kiosk soll ein 33-Jähriger den Tod eines Bekannten herbeigeführt haben.

Die beiden tranken danach noch gemeinsam Alkohol. (Symbolbild)
Die beiden tranken danach noch gemeinsam Alkohol. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Seit Freitag muss sich der Deutsche vor dem Landgericht Frankfurt verantworten, die Anklage legt ihm Totschlag zur Last. 

Opfer ist ein Mann, der zum Tatzeitpunkt im Juli vergangenen Jahres 38 Jahre alt war. 

Zwischen ihm und dem 33-Jährigen kam es laut Staatsanwaltschaft zunächst an dem Kiosk in Frankfurt zu einem Streit, in dessen Verlauf das Opfer durch Tritte und Schläge erheblich verletzt wurde.

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Trotzdem nahm der Verletzte den Angreifer mit in seine Wohnung, wo beide gemeinsam Alkohol tranken. Am nächsten Morgen lag das 38-jährige Opfer tot auf dem Sofa

Todesursache war vor allem eine Hirnschwellung, die von den vorausgegangenen Traktierungen herrührte.

Am ersten Verhandlungstag kündigte der Angeklagte für den weiteren Prozessverlauf eine Einlassung an, die sein Verteidiger vortragen werde. 

Bei der Polizei hatte er von einer Notwehrsituation gesprochen, in die er von seinem Bekannten gebracht worden sei. 

In dem Prozess wird mit Spannung die Expertise des rechtsmedizinischen Gutachters erwartet. Wegen einer möglichen Einschränkung der Schuldfähigkeit des Angeklagten wird auch ein psychiatrischer Sachverständiger zu Wort kommen.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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