Zollbeamte filzen "alten Bekannten" und können kaum glauben, was sie im Gepäck finden

Frankfurt am Main - Wegen Drogenschmuggels in großem Stil sitzt seit Montag ein 45-jähriger Brite in Frankfurt in Untersuchungshaft. Wie es zur Festnahme kam, ist allerdings kurios.

70 Kilo Khat fanden die Zollbeamten im Gepäck des 45-Jährigen.
70 Kilo Khat fanden die Zollbeamten im Gepäck des 45-Jährigen.  © Bild-Montage: Zoll Frankfurt/Bundespolizeidirektion Frankfurt am Main

Alles begann damit, dass der 45-Jährige im Juni 2020 von einem hessischen Gericht wegen der unerlaubten Einfuhr von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen á zehn Euro verurteilt worden war.

Da der Mann die Strafe bislang nicht gezahlt hat, wurde er mit Haftbefehl gesucht.

Als der Brite nun am Montag von Kairo aus in Frankfurt eintraf, um nach Birmingham weiterzufliegen, wurde er zunächst von der Bundespolizei festgenommen.

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Allerdings konnte er die fällige zweimonatige Haftstrafe abwenden, indem er die ausstehenden 600 Euro zahlte.

Anschließend wollte er den Weiterflug nach Birmingham antreten, doch daraus wurde nichts.

Denn die Bundespolizisten hatten ihren Kollegen vom Zoll einen Tipp gegeben, die daraufhin die drei aufgegebenen Koffer des 45-Jährigen unter die Lupe nahmen.

Dort fanden sie dann rund 70 Kilo der Kaudroge Khat, die in Ostafrika und dem Nahen Osten weit verbreitet ist und in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.

Also wurde der Mann erneut festgenommen und heute dem Haftrichter vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main.

Titelfoto: Bild-Montage: Zoll Frankfurt/Bundespolizeidirektion Frankfurt am Main

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