Kriminalitäts-Statistik: Höchststand bei Aufklärungs-Quote, aber mehr Tötungs-Delikte

Frankfurt am Main - Die registrierte Kriminalität in Frankfurt ist leicht zurückgegangen. Die Zahl der festgestellten Fälle sank 2019 im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent auf 114.421.

Besonders erfreulich sei der Rückgang bei der Straßenkriminalität und bei den Wohnungseinbrüchen, da sich dieser Bereich besonders auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen auswirke (Archivbild).
Besonders erfreulich sei der Rückgang bei der Straßenkriminalität und bei den Wohnungseinbrüchen, da sich dieser Bereich besonders auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen auswirke (Archivbild).  © dpa/Boris Rösler

Die Aufklärungs-Quote liege auf einem Höchststand von 69,2 Prozent, sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill bei der Präsentation der Zahlen am Montag.

"Wir leben in den sichersten aller Zeiten, die wir je hatten - in Deutschland und in Frankfurt", bilanzierte Bereswill.

Besonders erfreulich sei der Rückgang bei der Straßenkriminalität und bei den Wohnungseinbrüchen, da sich dieser Bereich besonders auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen auswirke.

Auffällig ist jedoch die Zunahme bei den versuchten oder vollendeten "Straftaten gegen das Leben" - also Mord, Totschlag oder fahrlässige Tötungen - die auf dem höchsten Niveau seit fast 30 Jahren liegen.

Insgesamt wurden 78 Fälle registriert, das entspricht einem Zuwachs von 34,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In 21 Fällen sei es zur Vollendung gekommen, sagte der Leiter der Kriminaldirektion Hanspeter Mener.

Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich seit 2014 mehr als halbiert

Im Bereich Straßenkriminalität seien die Fallzahlen in den letzten fünf Jahren um rund 25 Prozent gesunken. Insgesamt wurden 15.829 Delikte registriert, ein Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zu 2018.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich seit 2014 mehr als halbiert und liegt nun auf dem historischen Tiefstand von 1072 Fällen.

Wie bereits 2018 waren die Zahlen von einem Großverfahren zu Warenbetrug beeinflusst worden, dessen Nacherfassung auch noch die Auswertung von 2019 beeinflusste.

Ohne dieses Verfahren gegen drei Beschuldigte, die mit ihrem Fake-Shop bundesweit rund 30.000 Kunden prellten, wäre die Kriminalstatistik noch besser ausgefallen.

"Wir leben in den sichersten aller Zeiten, die wir je hatten - in Deutschland und in Frankfurt", bilanzierte Polizeipräsident Gerhard Bereswill.
"Wir leben in den sichersten aller Zeiten, die wir je hatten - in Deutschland und in Frankfurt", bilanzierte Polizeipräsident Gerhard Bereswill.  © DPA/Arne Dedert

Titelfoto: dpa/Boris Rösler

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