Es wird nicht besser: Corona-Krise belastet Flughafenbetreiber Fraport weiter schwer

Frankfurt am Main - Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist die Erholung der Passagierzahlen im August nur leicht vorangekommen. 

Bis auf weiteres außer Dienst gestellten Passagiermaschinen der Lufthansa sind auf der Landebahn Nordwest am Flughafen geparkt.
Bis auf weiteres außer Dienst gestellten Passagiermaschinen der Lufthansa sind auf der Landebahn Nordwest am Flughafen geparkt.  © Boris Roessler/dpa

Auch wegen neuer Reisewarnungen für wichtige Urlaubsregionen lag die Zahl der Fluggäste an Deutschlands größtem Airport sowie an den Fraport-Flughäfen im Ausland erneut nur bei einem Bruchteil des Vorjahresniveaus, wie das MDax-Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte. 

Im Vergleich zum Juli verbesserte sich die Lage etwas.

So zählte Fraport am Flughafen Frankfurt im August gut 1,5 Millionen Passagiere und damit 78,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Das waren rund 200.000 Fluggäste mehr als im Juli, als der Rückgang im Jahresvergleich bei 81 Prozent gelegen hatte. Im April, Mai und Juni hatte das Minus sogar mehr als 90 Prozent betragen. 

Da das Unternehmen seit Ausbruch der Corona-Pandemie wöchentliche Zahlen zum Frankfurter Flughafen veröffentlicht, liefern die Monatsdaten keine große Überraschung mehr. Sie zeigen aber deutlich, wie stark die Krise den Konzern belastet.

Rückläufe bei Fraport-Auslandsflughäfen hoch

Reisende gehen am Flughafen mit Gepäck durch die Abflughalle im Terminal 1.
Reisende gehen am Flughafen mit Gepäck durch die Abflughalle im Terminal 1.  © Andreas Arnold/dpa

Bei den Auslandsflughäfen des Konzerns blieben die Rückgänge im August fast überall sehr hoch - etwa in Peru und Brasilien, aber auch im türkischen Antalya und in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana. 

Am Fraport-Flughafen in Perus Hauptstadt Lima betrug der Rückgang 95,4 Prozent. Am Flughafen im chinesischen Xi'an, an dem Fraport mit 24,5 Prozent beteiligt ist, fiel der Rückgang mit 18,7 Prozent deutlich niedriger aus. Im russischen St. Petersburg belief sich das Minus im Jahresvergleich noch auf 31,4 Prozent.

Nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war, hatte das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien zum 15. Juni aufgehoben. 

Allerdings wurden inzwischen wieder Reisewarnungen für einige wichtige Urlaubsregionen verhängt, darunter ganz Spanien sowie Teile Frankreichs und Kroatiens. 

Branchenvertreter erwarten, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreichen wird.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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