Europaweiter Handel mit gesundheitsschädlicher und gefälschter Spielware aufgeflogen!

Frankenthal/Frankfurt am Main - Bereits am 5. Juli dieses Jahres entdeckten Ermittler der Polizei im Rahmen einer Operation gegen Produktpiraterie eine riesige Menge an gefälschten sowie gesundheitsgefährdenden Spielwaren im rheinland-pfälzischen Frankenthal. Nun wurde der internationale Fall publik.

Einen Teil der sichergestellten Spielwaren präsentierte die Polizei nun der Öffentlichkeit.
Einen Teil der sichergestellten Spielwaren präsentierte die Polizei nun der Öffentlichkeit.  © Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Wie die Polizei berichtet, gingen dem letztendlichen Zugriff umfangreiche Ermittlungen und internationale sowie nationale Zusammenarbeit voraus.

Den Kollegen des französischen Zolls fiel demnach zuerst der Handel mit den gefälschten Spielwaren über eine Online-Plattform auf. Vertrieben wurden die Produkte darüber hinaus in Deutschland, Spanien, Italien, Polen, Tschechien und England.

Einen ersten Schlag gegen die Kriminellen gelang den französischen Behörden schon 2021, woraufhin Europol für die zweite Operation eingeschaltet wurde, an der sich dann auch das Frankfurter Kommissariat für Wirtschaftskriminalität und Verbraucherschutz beteiligte.

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Etwa 3 Millionen Spielwaren, wie beispielsweise Aufkleber, Süßigkeitenboxen, Spielfiguren, Geburtstagszubehör, Briefumschläge, Einladungskarten und Tattoos wurden schließlich im Juli in einem Frankenthaler Logistiklager sichergestellt. Außerdem konnten circa 10 Millionen Artikel europaweit für den Verkauf blockiert werden.

All diese Produkte stammen laut Polizeiangaben aus China.

Laboruntersuchungen gaben Aufschluss über die Gesundheitsgefährdung durch die Spielwaren

Aufgrund von Laboruntersuchungen des französischen Zolls, konnten in diesem Zusammenhang neben den Verstößen gegen das Markengesetz auch erhebliche Spuren von gesundheitsschädlichen Stoffen nachgewiesen werden.

Der durchschlagende Erfolg der Operation gegen die kriminellen Machenschaften ist dabei nicht zuletzt der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu verdanken, da eben jene auf Basis der erlangten Erkenntnisse in diesem Fall ein Ermittlungsverfahren eröffnete.

Wäre dies nicht geschehen, wäre die bis dato blockierte Ware wohl trotz Markenrechtsverstößen und Gesundheitsgefährdung auf dem deutschen Markt gelandet.

Titelfoto: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

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