Experten-Rat für die Feiertage: Wer kränkelt, sollte sich isolieren

Frankfurt/Hamburg - Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek rät dazu, an Weihnachten auf Besuche zu verzichten, "wenn man sich nicht ganz fit fühlt".

Wer kränkelt, soll an Weihnachten auf Besuche verzichten. (Symbolfoto)
Wer kränkelt, soll an Weihnachten auf Besuche verzichten. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Studien zeigten, "dass man am ansteckendsten ist, wenn man die Symptome gerade bekommt", sagte Ciesek am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".

Nicht immer bekomme man gleich einen Test. "Das heißt, wenn man merkt, Heiligabend oder am Tag davor: Ich habe Halskratzen, ich habe Kopfschmerzen, ich fühle ich irgendwie grippig - dass man dann so vernünftig ist zu sagen, ich bleib doch lieber zu Hause und isoliere mich."

Zur Diskussion über die Verkürzung der Quarantänezeit sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt: "Der Fokus sollte liegen auf dem höchsten Risiko der Übertragung."

Eine gerade in "Lancet" publizierte Meta-Analyse von 79 Einzelstudien habe ergeben, dass in den ersten fünf Tagen nach Symptombeginn die Viruslast am höchsten sei.

Infektiöse Viren ich mehr als neun Tagen nicht nachgewiesen

In keiner dieser Studie konnten infektiöse Viren nach mehr als neun Tagen nachgewiesen werden. Von einer kürzeren Quarantäne erhoffe man sich eine höhere Akzeptanz, also dass sich mehr Menschen an die Auflage hielten.

Das könnte insgesamt "effektiver" sein.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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