Festnahmen und Verletzte: Gewalt bei linker Mai-Demo in Frankfurt

Frankfurt am Main - Bei einer Mai-Demonstration linker Gruppen in Frankfurt ist es am Samstagabend zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Teilnehmern gekommen.

Vermummte Teilnehmer der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" zogen durch Frankfurt.
Vermummte Teilnehmer der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" zogen durch Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Mehrere Beamte seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Über Verletzte unter den Demonstranten war zunächst nichts bekannt.

Mindestens zwei Demonstranten mussten am Samstagabend notärztlich versorgt werden. Über den Kurznachrichtendienst Twitter bestritt die Einsatzleitung Vorwürfe, dass Einsatzkräfte dafür verantwortlich gewesen seien.

Ein Sprecher erklärte, dass es sich um medizinische Notfälle bei zwei Männern gehandelt habe.

Aus dem Demonstrationszug seien Feuerwerkskörper und Nebeltöpfe geworfen worden, berichtete ein Polizeisprecher. Auch seien Beamte mit Flaschen und Steinen angegriffen worden.

Es habe daher Festnahmen gegeben. Später wurde auch ein Wasserwerfer eingesetzt, um eine Sitzblockade einer etwa 20-köpfigen Gruppe aufzulösen, nachdem die Polizei die Versammlung wegen des unfriedlichen Verlaufs für beendet erklärt hatte.

Die Polizei sprach von mindestens 3000 Menschen, die sich zu einem "Tag der Wut" zunächst auf dem Opernplatz versammelt hatten und dann durch das Bahnhofsviertel gezogen waren. Laut Augenzeugen waren nahezu alle Teilnehmenden vermummt und zunächst bemüht, die Corona-Regeln einzuhalten.

Im Internet war auch zum "revolutionären 1. Mai" aufgerufen worden. Die Veranstalter hatten den Behörden ursprünglich rund 500 Teilnehmer angekündigt.

Zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten kam es auf der "Revolutionären 1. Mai Demo" in Frankfurt.
Zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten kam es auf der "Revolutionären 1. Mai Demo" in Frankfurt.  © Boris Roessler/dpa

Eine Mai-Demonstration am Samstagmittag in Frankfurt verlief dagegen absolut friedlich. Die Polizei bedankte sich sogar auf Twitter bei den Demonstrierenden für deren Friedfertigkeit und die Einhaltung der Corona-Regeln.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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