Messie-Wohnung machte Feuerwehr-Einsatz fast unmöglich: Senior stirbt nach Brand

Frankfurt am Main - Wurde ihm seine völlig zugemüllte Wohnung zum Verhängnis? Infolge eines tragischen Brandunglücks ist der Bewohner einer Wohnung im Stadtteil Bergen-Enkheim in der hessischen Mainmetropole Frankfurt am Samstag verstorben. Massen an Unrat erschwerten den Einsatz der Feuerwehr zudem erheblich.

Im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim konnte die Feuerwehr einen 76-Jährigen nur noch tot aus seiner brennenden Wohnung retten.
Im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim konnte die Feuerwehr einen 76-Jährigen nur noch tot aus seiner brennenden Wohnung retten.  © Rafael Bujotzek/dpa

Wie ein Sprecher der Frankfurter Feuerwehr nach dem Einsatz mitteilte, sei der entsprechende Notruf gegen 9.04 Uhr bei den zuständigen Leitstellen der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr eingegangen. Diese begaben sich umgehend zum Ort des Geschehens in der Victor-Slotosch-Straße.

Schon bei der Ankunft konnten die Retter dichten Rauch wahrnehmen, der aus der betroffenen Wohnung im ersten Stock ausströmte. Da dem Notruf die Meldung "Mensch in Gefahr" angehängt war, hatte die Suche nach dem Bewohner und dessen Bergung vorerst Priorität.

Währenddessen waren weitere Trupps mit der Entrauchung sowie den ersten Löschversuchen betraut. Kurz darauf gelang es den Feuerwehrkräften, den 76 Jahre alten Mieter des Apartments in dem Mehrfamilienhaus zu bergen.

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Dieser kam mit einer schweren Rauchgasvergiftung umgehend in die Obhut des ebenfalls angerückten Notarztes und anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo die Ärzte sein Leben jedoch nicht mehr retten konnten.

Der weitere Löschvorgang gestaltete sich für die Einsatzkräfte dann enorm schwierig und langwierig, da der 76-Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit am sogenannten Messie-Syndrom litt.

Brandursache nach Feuer in Frankfurter Wohnung noch unklar

Die Folge: Bevor das Feuer vollends gelöscht werden konnte, mussten die Feuerwehrleute zwei bis drei Kubikmeter Brandschutt über den Balkon aus der Wohnung schaffen. Zudem mussten die insgesamt 64 Brandmeister den restlichen Unrat auf weitere, mögliche Glutnester untersuchen.

Warum genau das verheerende Feuer ausgebrochen war, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Titelfoto: Rafael Bujotzek/dpa

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