Anschlag nach Corona-Einsatz in Frankfurt: Sollte Polizistin mit 20-Kilo-Blumentopf getötet werden?

Frankfurt am Main - In der Nacht zu Sonntag rückten mehrere Polizisten in der Mainmetropole aus, um für die Einhaltung der Corona-Einschränkungen am Frankfurter Mainufer zu sorgen. Mehrere Personen hatten offenbar gegen die Auflagen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie verstoßen. Doch der Polizei-Einsatz nahm eine dramatische Wendung.

Dieses Foto zeigt den zertrümmerten Blumenkübel am Mainufer in Frankfurt.
Dieses Foto zeigt den zertrümmerten Blumenkübel am Mainufer in Frankfurt.  © Polizeipräsidium Frankfurt

Die Beamten des Polizeipräsidiums Frankfurt kontrollierten gegen 0.50 Uhr eine Personengruppe in Höhe des Eisernen Steges in der Frankfurter Innenstadt, wie am Sonntagnachmittag mitgeteilt wurde.

Während dieses Einsatz schlug plötzlich nur wenige Zentimeter neben einer 25-jährigen Beamtin ein großer Blumentopf aus Ton auf dem Pflaster auf. Das massive Objekt hatte ein Gewicht von rund 20 Kilogramm.

"Die Kollegin hatte großes Glück, nicht von diesem als Wurfgeschoss missbrauchten Blumenkübel getroffen worden zu sein", kommentierte ein Polizeisprecher die Situation.

Der Blumentopf war aus einer Höhe von etwa sechs oder sieben Metern herab geworfen worden. 

"Nach Zeugenangaben hatte ein bislang unbekannter Täter den Blumenkübel zunächst auf den Eisernen Steg getragen und dann gezielt auf die Polizeikräfte geworfen", sagte der Sprecher.

Es besteht demnach der Verdacht, dass es sich bei dem Anschlag um ein versuchtes Tötungsdelikt handeln könnte.

Nach Blumentopf-Anschlag in Frankfurt: Polizei sucht Zeugen

Der Täter soll ein etwa 180 Zentimeter großer Mann "von nordafrikanischem Erscheinungsbild" sein, wie es weiter hieß. Er trug einen grauen Kapuzenpullover und blaue Jeans.

Kurz nach dem Anschlag in der Nacht zu Sonntag nahmen Polizisten auf dem Römerberg unweit des Eisernen Stegs einen 22-Jährigen Frankfurter fest, der einen Schuh gegen einen Streifenwagen geworfen hatte. "Ob es sich bei ihm auch um den Werfer des Kübels handelt ist unklar", bemerkte der Sprecher. Der Verdächtige wurde wieder entlassen.

Die Polizei in Frankfurt ermittelt wegen des Anschlags mit dem Blumentopf weiter. Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer 06975551199 bei den Beamten melden.

Bereits am Karfreitag war eine Corona-Kontrolle der Polizei in Frankfurt zu einer Straßenschlacht eskaliert. Dabei waren Polizisten unter anderem mit einer fünf Kilogramm schweren Hantel-Scheibe beworfen worden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Polizeipräsidium Frankfurt

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