"Cum-Ex"-Geschäfte: Polizei durchsucht Räume des Bankenverbandes

Frankfurt am Main/Berlin - Die Polizei durchsucht seit Dienstagmorgen im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Verfahren Büros des Bankenverbands in Berlin und Frankfurt

Ein Polizeifahrzeug steht am Vormittag vor der Zentrale der Bethmann Bank, der deutschen Niederlassung der niederländischen Großbank ABN Amro, im Frankfurter Bankenviertel (Symbolbild).
Ein Polizeifahrzeug steht am Vormittag vor der Zentrale der Bethmann Bank, der deutschen Niederlassung der niederländischen Großbank ABN Amro, im Frankfurter Bankenviertel (Symbolbild).  © dpa/Frank Rumpenhorst

Das sagte ein Verbandssprecher auf Anfrage am Dienstagvormittag. Zuvor hatten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR darüber berichtet. "Die Ermittlungen richten sich nicht gegen den Bankenverband", betonte der Sprecher. 

"Wir kooperieren vollumfassend mit den Behörden." Dem Bericht zufolge wird nicht gegen Funktionäre des Verbands ermittelt. Es handele sich um eine Durchsuchung im Zeugenstatus.

Bei "Cum-Ex"-Geschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz, um den Staat über Jahre hinweg um Geld zu prellen. Rund um den Dividendenstichtag wurden Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch zwischen mehreren Beteiligten hin- und hergeschoben. 

Am Ende war dem Fiskus nicht mehr klar, wem die Papiere gehörten. Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren. 

Dem Staat entstand ein Milliardenschaden. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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