Bank kündigt Konto, weil Kunde wegen Corona-Kurzarbeit Schulden nicht zurückzahlen kann

Frankfurt am Main - Das Amtsgericht Frankfurt hat mit einer einstweiligen Verfügung einem Bankkunden eine Darlehensstundung zugesprochen, nachdem das Geldinstitut ihm das überzogene Konto gekündigt und eine Rückzahlung bis zum 8. April gefordert hatte.

Das Gericht stützte sich auf das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie (Symbolfoto).
Das Gericht stützte sich auf das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie (Symbolfoto).  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mit seinem Beschluss stützte sich das Gericht auf das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. 

Der Bankkunde sei im Zusammenhang mit der Pandemie von Kurzarbeit betroffen und verfüge daher derzeit über geringere Einnahmen, hieß es in der noch nicht rechtskräftigen Entscheidung. 

Danach werden die Ansprüche auf Rückzahlung, Zinsen und Tilgung von Darlehensverträgen, die vor dem 15. März 2020 abgeschlossen wurden und zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2020 fällig werden, für die Dauer von drei Monaten gestundet. 

Voraussetzung für die Stundung sind Einnahmeausfälle aufgrund der Pandemie.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0