Rechtsextreme Äußerungen: Weitere Beamte im Fokus der Ermittler

Wiesbaden/Frankfurt am Main - Die Ermittlungen wegen rechtsextremer Äußerungen gegen hessische Polizisten betreffen mehr Beamte als bislang bekannt.

Gegen drei weitere Polizeibeamte wurden Disziplinarverfahren eingeleitet (Symbolbild).
Gegen drei weitere Polizeibeamte wurden Disziplinarverfahren eingeleitet (Symbolbild).  © dpa/Andreas Arnold

Das Innenministerium erklärte am Freitag, gegen drei weitere Polizeivollzugsbeamte seien Disziplinarverfahren und gegen einen Polizeibeschäftigten ein arbeitsrechtliches Verfahren wegen des Verdachts auf "zumindest diskriminierende Äußerungen oder Verhalten" eingeleitet worden.

Zwei der Betroffenen seien im Polizeipräsidium Frankfurt und zwei beim Landeskriminalamt (LKA) beschäftigt. Strafrechtlich relevant seien die Vorwürfe allerdings nicht.

Bislang hatten das Ministerium und das Polizeipräsidium Frankfurt von 19 aktiven und einem ehemaligen Polizisten berichtet, gegen die die Staatsanwaltschaft wegen rechtsextremer Chatgruppen ermittele.

Frankfurt: Zuschauerzahl von 10.000 auf 5000 verkleinert: Eintracht Frankfurt will vor Gericht
Frankfurt am Main Zuschauerzahl von 10.000 auf 5000 verkleinert: Eintracht Frankfurt will vor Gericht

18 davon waren aktive Beamte des Frankfurter Spezialeinsatzkommandos (SEK), dessen Auflösung Innenminister Peter Beuth (53, CDU) am Donnerstag bekannt gegeben hatte (TAG24 berichtete).

Weiter berichtete das Ministerium, es seien zudem Disziplinarverfahren gegen fünf Polizisten eingeleitet worden, weil sie sich in privaten Chats beispielsweise über die Einteilung von Dienstplänen ausgetauscht hätten, was gegen interne Regularien verstoße.

Weitere Disziplinarverfahren hätten sich bislang nicht ergeben, die strafrechtlichen wie auch disziplinarischen Ermittlungen dauerten aber an.

Mögliche weitere Vorwürfe würden "mit allem Nachdruck verfolgt", erklärte das Ministerium.

Titelfoto: dpa/Andreas Arnold

Mehr zum Thema Frankfurt am Main: