Anklage gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Frankfurt erhoben

Frankfurt am Main - Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin erhoben, die im vergangenen November bei ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen festgenommen worden war (TAG24 berichtete).

Das Oberlandesgericht in Frankfurt muss über die Zulassung der Anklage entscheiden (Symbolbild).
Das Oberlandesgericht in Frankfurt muss über die Zulassung der Anklage entscheiden (Symbolbild).  © Montage: Andreas Arnold/dpa, Boris Roessler/dpa

Wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte, werden der 22 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Kriegsverbrechen gegen das Eigentum und sonstige Rechte sowie eines Verbrechens nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen.

Die Frau soll im Dezember 2014 nach Syrien ausgereist sein und sich dann der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

Anfang des Jahres 2015 soll sie ein ebenfalls aus Deutschland ausgereistes IS-Mitglied geheiratet haben. Anschließend soll sie ihren Ehemann zu dessen jeweiligen Einsatzorten gefolgt sein, ihn unterstützt und seine Kampfhandlungen befürwortet haben.

Ihr Wohnhaus unter anderem in der irakischen Stadt Tal Afar soll größtenteils mit Kriegsbeutegegenständen des IS eingerichtet gewesen sein. Die früheren Bewohner dieses Hauses sollen von dem IS vertrieben, inhaftiert oder getötet worden sein.

Die Frau war 2019 von kurdischen Einheiten festgenommen worden und gelangte Ende 2019 in die Türkei. Dort wurde sie ebenfalls festgenommen und nach Deutschland abgeschoben, wo sie bei ihrer Ankunft festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befindet.

Das Oberlandesgericht Frankfurt muss noch über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Titelfoto: Montage: Andreas Arnold/dpa, Boris Roessler/dpa

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