Mit Stahlkugeln auf AfD-Parteibüro geschossen: Bekennerschreiben im Netz!

Frankfurt am Main - Unbekannte haben die Landesgeschäftsstelle der AfD Hessen in Frankfurt attackiert. 

Es soll wohl eine Schleuder benutzt worden sein (Symbolfoto).
Es soll wohl eine Schleuder benutzt worden sein (Symbolfoto).  © Silas Stein/dpa

Nach Erkenntnissen der Polizei wurden die Scheiben des Büros mit Stahlkugeln beschossen. Die Täter hätten dazu mutmaßlich eine Zwille, eine Art gabelförmige Schleuder, benutzt. "Da ein politische Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen", sagt ein Polizeisprecher am Dienstag.                                                                                                                              Es gebe ein Bekennerschreiben, das im Internet veröffentlicht worden sei. Die Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigung.

Laut dem Schreiben, das auf einem als linksradikal eingestuften Portal publiziert wurde, haben der oder die Täter das Büro in der Nacht zum Montag beschossen. 

In dem Text wird Bezug auf den rassistisch motivierten Anschlag von Hanau genommen, bei dem ein 43-jähriger Deutscher im Februar neun Menschen mit ausländischen Wurzeln tötete. Die Stimmung solcher Gewalttaten werde durch die AfD erzeugt und begünstigt, hieß es.

Die AfD kündigte an, Anzeige gegen unbekannt zu stellen. "Das Thema Sicherheit für AfD-Politiker wird hier in Hessen immer drängender", sagte AfD-Landeschef Robert Lambrou. In den vergangenen Monaten seien bereits zwei Häuser von Landtagsabgeordneten attackiert worden. 

So wurde das Wohnhaus des Parlamentarischen Geschäftsführers Frank Grobe in der Nacht zum Heiligabend 2019 mit Farbe beschmiert. Auch sei die Landesgeschäftsstelle in Frankfurt-Sachsenhausen immer mal wieder Ziel von Angriffen gewesen, sagte Lambrou. Aber die Schüsse jetzt seien "eine neue Dimension".

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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