Wertvolles Ölgemälde aus Hotel gestohlen: Wurde Copilot zur diebischen Elster?

Frankfurt am Main - Weil er aus einem kubanischen Hotel ein wertvolles Ölgemälde gestohlen haben soll, hat sich am Dienstag (14 Uhr) ein 31 Jahre alter Copilot vor dem Amtsgericht Frankfurt zu verantworten.

Das Gemälde hat einen wert von 18.000 Euro.
Das Gemälde hat einen wert von 18.000 Euro.  © 123RF/Lisa Hess

Der Anklage zufolge hielt sich der 1. Offizier Anfang dieses Jahres dienstlich auf der karibischen Insel auf. 

In der Nacht vor dem Rückflug hing er das Bild ab, schnitt die Leinwand heraus und rollte sie zusammen, um sie im Hosenbein zu verstecken. 

Das Gemälde hatte einen Wert von rund 18.000 Euro. Das Gericht will den Prozess an einem Verhandlungstag abschließen.

Update, 16.10 Uhr: Verwarnung und Geldauflage wegen Gemäldediebstahls

Weil er während eines dienstlichen Aufenthaltes in Kuba aus dem Hotel eine wertvolle Tuschezeichnung gestohlen hat, ist ein Flugoffizier am Dienstag vor dem Amtsgericht Frankfurt verwarnt worden. Sollte er eine Geldauflage von 3000 Euro zahlen, wird ihm die parallel verhängte Geldstrafe von 8000 Euro (160 Tagessätze) erlassen.

Der 31-Jährige hatte den Diebstahl der Zeichnung, deren Wert von Experten auf rund 18.000 Euro taxiert wurde, freimütig vor Gericht gestanden. "Es war eine Aktion der geistigen Umnachtung", sagte der nach dem Vorfall gekündigte und nun arbeitslose Mann. Die beiden Vögel auf dem Bild hätten ihm "einfach nur gefallen". 

Vom Wert und der Bedeutung des kubanischen Künstlers habe er keine Ahnung gehabt. Nach der Abreise des Mannes war der Diebstahl des Bildes von der Hotelleitung bemerkt worden. Zwei Tage später lieferte der Flugoffizier das von ihm aus dem Rahmen geschnittene und zusammengerollte Bild bei seinen Vorgesetzten ab. "Das war mein Todesurteil in der Flugbranche", sagte der Angeklagte.

Dieser Umstand und die fehlenden Vorstrafen führten zu der laut Gericht "denkbar mildesten Sanktion". Zuvor war eine Verfahrenseinstellung am Widerstand der Staatsanwältin gescheitert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Titelfoto: 123RF/Lisa Hess

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