21 Messerstiche: Hat Szene-Gastronom seine Geschäftspartnerin brutal ermordet?

Frankfurt am Main - Im Mordprozess gegen einen Frankfurter Geschäftsmann um die "Tote vom Niddapark" (TAG24 berichtete) wird am Mittwoch (9.30 Uhr) vor dem Landgericht Frankfurt das Schlussplädoyer der Verteidigung erwartet. 

Die Polizei untersucht im Mai 2018 den möglichen Tatort im Frankfurter Niddapark.
Die Polizei untersucht im Mai 2018 den möglichen Tatort im Frankfurter Niddapark.  © dpa/Boris Rössler

Danach soll der 52 Jahre alte Deutsche Gelegenheit für das "letzte Wort" in dem seit August laufenden Prozess erhalten. Das Urteil der Schwurgerichtskammer wird in der kommenden Woche erwartet. AZ 3690 Js 225352/18

Spaziergänger hatten die Leiche der Geschäftspartnerin des Angeklagten, Irina A., im Mai 2018 auf einer Wiese im Frankfurter Niddapark gefunden. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft war der 52-Jährige der Mörder.

Am vergangenen Freitag forderten die beiden Anklagevertreterinnen deshalb lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Diese würde eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließen.

Verteidigung fordert Freispruch

Update 15.23 Uhr: Im Mordprozess um die "Tote vom Niddapark" hat die Verteidigung einen Freispruch für den angeklagten Lokalbesitzer gefordert. Vor dem Landgericht Frankfurt sagte der Rechtsanwalt, sein Mandant habe seine Geschäftspartnerin nicht - wie angeklagt - im Mai 2018 erstochen und die Leiche dann auf einer Wiese im Niddapark liegengelassen. 

"Herr M. verband mit ihr eine besondere Freundschaft. Er machte sich große Sorgen um sie", so der Verteidiger. Deshalb habe er sich nachts auf die Suche nach der Frau gemacht, als sie von einer Verabredung mit einem Unbekannten in dem Park nicht zurückgekommen sei. Auf der Grünfläche habe er schließlich die Leiche gefunden. (AZ 3690 Js 225352/18)

Der angeklagte 52 Jahre alten Geschäftsmann sagte zum Abschluss erneut, er habe mit dem Tod der Frau nichts zu tun. Nach gut einem halben Jahr Verhandlungsdauer will die Schwurgerichtskammer am Montag (10 Uhr) das Urteil verkünden. 

Blumen erinnerten im Niddapark an die ermordete Irina A.
Blumen erinnerten im Niddapark an die ermordete Irina A.  © dpa/Boris Rössler

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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