Polizei sucht Obdachlosenlager und stößt auf verwesende Hunde-Leiche

Frankfurt am Main - Horror-Fund am Niddaufer in der hessischen Metropole Frankfurt am Main. Dort entdeckte eine Streife der Polizei bei einer Routinekontrolle am Mittwoch einen vergrabenen und bereits stark verwesten Leichnam. Ein zunächst schrecklicher Verdacht bestätigte sich hierbei glücklicherweise nicht.

Die Beamten der Stadtpolizei wollten lediglich nach einem Obdachlosenlager an der Nidda Ausschau halten, machten dabei aber eine traurige Entdeckung. (Symbolfoto)
Die Beamten der Stadtpolizei wollten lediglich nach einem Obdachlosenlager an der Nidda Ausschau halten, machten dabei aber eine traurige Entdeckung. (Symbolfoto)  © 123RF/artzzz

Über den Vorfall berichtete ein Sprecher des Ordnungsamtes in Frankfurt am Main. Demnach hätten Zeugen die Stadtpolizei darüber in Kenntnis gesetzt, dass an der Nidda im Frankfurter Stadtteil Praunheim ein illegales Obdachlosenlager errichtet worden sein.

Diesem Hinweis ging eine Streife der städtischen Ordnungshüter umgehend nach, konnte die angestellten Vermutungen des besorgten Bürgers jedoch nicht bestätigen, da sich an besagter Stelle weder Obdachlose aufhielten, noch deren Hab und Gut aufzufinden war.

Im Bereich der Wurzeln eines Baumes entdeckten die aufmerksamen Polizisten jedoch recht frisch aufgewühlte Erde, die sie genauer unter die Lupe nahmen. Bei genauerer Betrachtung fiel den Beamten eine dort vergrabene Reisetasche auf, die sie ebenfalls genauer unter die Lupe nahmen.

Frankfurt: Maue Ernte: Geht in Hessen dieses Jahr weitaus weniger "Ebbelwoi in de Kopp enei"?
Frankfurt am Main Maue Ernte: Geht in Hessen dieses Jahr weitaus weniger "Ebbelwoi in de Kopp enei"?

In der Tasche, aus der bereits ein stechender Verwesungsgeruch austrat, entdeckten die Stadtpolizisten schließlich ein in ein Tuch gewickeltes Objekt. Sofort machte sich ein mulmiges Gefühl breit, da die Ermittler zunächst den Leichnam eines Kleinkindes darin vermuteten.

Doch dies bestätigte sich bei genauerer Beobachtung nicht. Stattdessen handelte es sich bei den sterblichen Überresten um die eines Hundes, der scheinbar herzlos an dem Baum "entsorgt" worden war.

Schrecklicher Verdacht nicht bestätigt: Polizisten vermuteten zunächst Leiche eines Kleinkindes

Der Leichnam des Tieres wies noch Venenzugänge auf, die auf eine kurz vor seinem Tod stattgefundene medizinische Behandlung oder eine Einschläferung vermuten ließen. Wohl um sich die sogenannten Entsorgungskosten für den Vierbeiner zu sparen, könnte ihn sein Besitzer an der Stelle am Niddaufer vergraben haben.

Wer letztlich für die unrühmliche Bestattung der Fellnase verantwortlich zeichnet, ergab sich auch infolge der weiteren Ermittlungen nicht. Nach Rücksprache mit dem Bereich Tierschutz des Ordnungsamtes entsorgte die Frankfurter Entsorgungs- und Service (FES) den Kadaver fachgerecht.

Titelfoto: 123RF/artzzz

Mehr zum Thema Frankfurt am Main: