Paketzusteller fährt in falscher Richtung durch Einbahnstraße, Fußgänger stirbt

Frankfurt am Main - Wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls steht an diesem Donnerstag (14.30 Uhr) ein Paketzusteller in Frankfurt vor Gericht. 

Der Paketzusteller soll in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße gefahren sein (Symbolfoto).
Der Paketzusteller soll in falscher Richtung durch eine Einbahnstraße gefahren sein (Symbolfoto).  © Katharina Redanz/dpa

Der Anklage zufolge fuhr der 39-Jährige im August 2019 mit einem Paketauto in Frankfurt-Sachsenhausen verbotenerweise in falscher Richtung einer Einbahnstraße. 

Mit dem Wagen erfasste einen 79 Jahre alten Fußgänger. 

Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen, an denen er noch am Unfallort starb.

Das Amtsgericht hat vorerst einen Verhandlungstag terminiert.

Update, 16.57 Uhr: Paketbote zu Geldstrafe verurteilt

Weil er einen Fußgänger angefahren und dabei tödlich verletzt hat, muss ein Paketbote eine Geldstrafe zahlen. Am Donnerstag wurde der 39 Jahre alte Zusteller vom Amtsgericht Frankfurt zu einer Geldstrafe von 2400 Euro (120 Tagessätze) verurteilt. Die Richter befanden den Mann der fahrlässigen Tötung für schuldig. 

Der Angeklagte war im August 2019 mit seinem Lieferwagen rückwärts in eine Einbahnstraße gefahren, um Sendungen für das Städel Museum im Stadtteil Sachsenhausen zuzustellen. Dabei hatte er nach hinten keine Sicht, und erfasste den 79 Jahre alten Fußgänger.

Nach dem Unglück stand der Fahrer unter Schock und war einen Monat lang krankgeschrieben. Seine Verteidigerin sagte, das Zurückstoßen in die Einbahnstraße sei durchaus üblich gewesen, um einen Umweg von mehreren Minuten zu vermeiden. Gleichwohl empfinde der Angeklagte große Reue und leide noch nach einem Jahr an Alpträumen. 

Strafmildernd wertete das Gericht, dass der Mann keinerlei Vorstrafen hat. Gleichzeitig habe er aber Sorgfaltspflichten verletzt. Beim Zurücksetzen ohne Sicht habe er die gebotene Schrittgeschwindigkeit nicht eingehalten, wie eine Videoaufzeichnung gezeigt habe. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Titelfoto: Katharina Redanz/dpa

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