Gewalt bei Querdenken-Demo in Frankfurt: Polizistin ins Bein gebissen

Frankfurt am Main - Die Demonstration der Querdenken-Bewegung am gestrigen Samstag in Frankfurt am Main war von Gewalt überschattet.

Die Polizei ging auf dem Rathenau-Platz mit einem Wasserwerfer gegen Querdenken-Demonstranten vor.
Die Polizei ging auf dem Rathenau-Platz mit einem Wasserwerfer gegen Querdenken-Demonstranten vor.  © Boris Roessler/dpa

Die Polizei ging mit einem Wasserwerfer gegen linke Gegendemonstranten vor, welche die Marsch-Route der Querdenker mehrfach blockierten.

Nach der Auflösung der Abschlusskundgebung der Kritiker des Corona-Lockdowns in Hessen auf dem Rathenauplatz in der Frankfurter City wurde ein Wasserwerfer auch gegen Querdenker eingesetzt, die sich weigerten, den Platz zu verlassen (TAG24 berichtete).

Das Polizeipräsidium Frankfurt hatte am Samstag kontinuierlich über den Kurznachrichtendienst Twitter über den Verlauf der Querdenken-Demonstration und der Gegendemonstrationen berichtet. Am späten Samstagabend veröffentlichte die Polizei dann eine umfassende Mitteilung hierzu.

Wie daraus hervorgeht, legten auch die Querdenker ein auffallend widerspenstiges Verhalten an den Tag, als sie sich vor dem Hauptbahnhof Frankfurt zu ihrem Protestmarsch sammelten.

"Über zwei Stunden musste die Polizei auf das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) und das Abstandhalten hinweisen", heißt es wörtlich in dem Polizeibericht.

Angriffe gegen Polizisten: Vier tatverdächtige festgenommen

Es kam wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Gegendemonstranten.
Es kam wiederholt zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Gegendemonstranten.  © Boris Roessler/dpa

Angriffe gegen Polizisten gab es demnach ebenfalls sowohl von Seiten der Gegendemonstranten wie auch von Seiten der Querdenker.

Vier Polizisten seien von Blockierern verletzt worden. Zudem habe eine Teilnehmerin der Querdenken-Kundgebung eine Polizistin ins Bein gebissen.

"Alle vier Tatverdächtige dieser Angriffe auf die Polizei wurden festgenommen", sagte ein Sprecher. Insgesamt seien 288 Platzverweise ausgesprochen und zahlreiche Verstöße gegen die Versammlungsauflagen dokumentiert worden.

"Der Polizei sind drei Personen bekannt, die durch Eingriffsmaßnahmen leicht verletzt wurden", hieß es weiter.

Die Stadt Frankfurt hatte am Freitag äußerst strenge Hygiene-Auflagen für die Demonstration der Corona-Kritiker und Corona-Leugner der Querdenken-Bewegung erlassen.

Auch die Marschroute der Querdenker war von der Stadtregierung verkürzt worden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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