"Querdenken"-Demo am Samstag in Frankfurt: Gegen-Demos angekündigt

Frankfurt am Main - Eine Woche nach den Ausschreitungen in Leipzig (TAG24 berichtete) wollen Kritiker der Corona-Maßnahmen am Samstag in Frankfurt auf die Straße gehen. 

Das Foto vom 1. November zeigt eine "Querdenken"-Demonstration in München.
Das Foto vom 1. November zeigt eine "Querdenken"-Demonstration in München.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Laut Ordnungsamt sind 500 Teilnehmer für einen Demozug angemeldet und 2000 für eine Kundgebung in der Innenstadt.

Das Motto laute "Kein Lockdown für Bembletown!", sagte ein Sprecher des Ordnungsamts am Mittwoch.

Der Zug soll am Samstag um 12 Uhr an der Kaiserstraße am Hauptbahnhof beginnen. Ab 14.30 Uhr sei eine Kundgebung auf drei aneinandergrenzenden Plätzen – Rathenauplatz/Goetheplatz/Rossmarkt – geplant. 

Zudem seien bisher drei Gegendemonstrationen angemeldet. Wie viele Teilnehmer dazu erwartet werden, war am Mittwoch noch unklar.

In Leipzig hatten sich am vergangenen Samstag mindestens 20.000 "Querdenken"-Anhänger versammelt, die meisten ohne Masken. Die Stadt löste die Versammlung auf, danach kam es zu chaotischen Zuständen in der Innenstadt. Die sächsische Landesregierung verschärfte daraufhin die Regeln für Versammlungen (TAG24 berichtete).

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, kritisierte in einem Interview der "Frankfurter Rundschau" (Mittwoch), dass die Demo in Leipzig genehmigt wurde, und die "Enthirnten", die daran teilnahmen. "Was hat das Oberverwaltungsgericht sich dabei gedacht, eine Demonstration zu erlauben, bei der vorab klar war, dass keine Masken getragen werden?"

Die Frankfurter Polizei wollte am Mittwoch zu dem Thema noch nichts sagen. Man beurteile die Lage nach Möglichkeit auf Basis der neuesten Erkenntnisse, sagte eine Sprecherin. Das sei Ende der Woche der Fall.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0