Verdi lässt nicht locker: Warnstreik legt Hessens "Öffis" erneut lahm

Frankfurt am Main - Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) hat die Gewerkschaft Verdi für die kommende Woche erneut zu Warnstreiks aufgerufen. 

Auch am Dienstag steht der öffentliche Nahverkehr in vielen hessischen Städten still (Symbolfoto).
Auch am Dienstag steht der öffentliche Nahverkehr in vielen hessischen Städten still (Symbolfoto).  © DPA/Arne Dedert

Nach Angaben des Landesverbands bleiben am Dienstag in Frankfurt wieder U-Bahnen und Straßenbahnen in den Depots. In Kassel fahren keine Bahnen und Busse, in Wiesbaden ruht ebenfalls der Busverkehr. 

Die Arbeitsniederlegungen beginnen mit der Frühschicht und enden mit Betriebsschluss. "Auch die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Hessen steht auf dem Spiel", sagte Fachbereichsleiter Mathias Venema am Freitag in Frankfurt.

Erst am Dienstag hatten bundesweite Warnstreiks den ÖPNV in den drei Städten nahezu lahmgelegt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sei jedoch "weiter nicht zu Verhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag bereit", begründete die Gewerkschaft den erneuten Aufruf. 

"Die Arbeitgeber haben das Signal nicht verstanden", sagte Vize-Bundesvorsitzende Christine Behle. 

Verdi will mit den Aktionen einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 ÖPNV-Beschäftigten durchsetzen. 

Dieser soll die regionalen Tarifregelungen in den 16 Bundesländern ergänzen und zentrale Punkte einheitlich regeln. Die VKA lehnt das bislang mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen in den Regionen ab.

Neben Hessen werden in der kommenden Woche auch in Niedersachsen und Bremen Warnstreiks erwartet.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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