Pünktlich zum "Black Friday": Amazon-Mitarbeiter streiken mehrere Tage

Bad Hersfeld - Beschäftigte des Online-Händlers Amazon wollen in Bad Hersfeld (Kreis Hersfeld-Rotenburg) mit einem mehrtägigen Streik erneut Druck machen im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag.

Seit der Mittwochs-Nachtschicht streiken Amazon-Mitarbeiter am Standort in Bad Hersfeld (Symbolfoto).
Seit der Mittwochs-Nachtschicht streiken Amazon-Mitarbeiter am Standort in Bad Hersfeld (Symbolfoto).  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben in den beiden Werken am hessischen Standort Beschäftigte mit Beginn der Nachtschicht am späten Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Der Streik solle bis Samstag dauern. Verdi hat auch an anderen Amazon-Standorten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Aufgrund der Corona-Pandemie werde auf Kundgebungen verzichtet, sagte die Verdi-Streikleiterin. Die Streikenden sollten lediglich mit dem Auto auf einem Messeplatz fahren, um ihre Streikunterlangen abzuholen. Wie viele die Arbeit niedergelegt haben, könne erst am Samstag beurteilt werden.

Rund um den umsatzstarken Einkaufstag "Black Friday" hatte die Gewerkschaft Verdi an sieben deutschen Versandzentren zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Bad Hersfeld sind laut Verdi etwa 3500 Menschen bei Amazon angestellt. Während des Weihnachtsgeschäftes seien zudem etwa 500 Saisonarbeiter beschäftigt.

Bei Amazon in Deutschland wird seit Jahren immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt.

Amazon argumentiert, dass das Unternehmen eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik anbiete, zudem gebe es Karrierechancen und viele Extras.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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