Für Messerangriff vor Disco: Anklage fordert mehrere Jahre Haft

Frankfurt am Main - Nach einem Messerangriff auf drei Türsteher einer Frankfurter Diskothek soll ein Mann nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für sechs Jahre und neun Monate in Haft.

In der Anklageschrift hieß es der Angeklagte haben sich "in seiner Ehre verletzt gefühlt" (Symbolfoto).
In der Anklageschrift hieß es der Angeklagte haben sich "in seiner Ehre verletzt gefühlt" (Symbolfoto).  © Friso Gentsch/dpa

Die Anklage wirft dem 19-Jährigen vor dem Landgericht Frankfurt dreifachen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor.

Sie sprach sich für ein Urteil nach Jugendstrafrecht aus. Die Verteidigung sieht kein Tötungsdelikt, einen konkreten Strafantrag nannte sie nicht. Ein Urteil soll nun am 11. Dezember fallen.

Der angeklagte Türke war vor der Tat in der Silvesternacht vergangenen Jahres von den Türstehern nicht in die Disco gelassen worden.

Er habe sich deshalb "in seiner Ehre verletzt gefühlt", hieß es in der Anklageschrift. Nacheinander verletzte er die drei Angestellten mit dem Messer.

Er habe "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt", betonte die Staatsanwältin.

In dem seit Mitte Oktober laufenden Prozess hatte der 19-Jährige über seine Rechtsanwälte die Messerstiche eingeräumt, eine Tötungsabsicht jedoch bestritten.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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