Riesen-Wirbel um entführtes Plastik-Skelett "Heinrich": Das steckt dahinter

Fürth - Ein entführtes Plastik-Skelett und seine spektakuläre Rückgabe haben einer Gemeinde im südhessischen Odenwald überregionale Medienaufmerksamkeit eingebracht. 

Mit einem Erpresserschreiben - wie aus einem schlechten Hollywood-Film - meldeten sich Heinrichs "Entführer" zwischenzeitlich.
Mit einem Erpresserschreiben - wie aus einem schlechten Hollywood-Film - meldeten sich Heinrichs "Entführer" zwischenzeitlich.  © Gemeinde Fürth

Der künstliche Knochenmann war in unterschiedlichen Verkleidungen an immer anderen Orten in Fürth (Kreis Bergstraße) aufgetaucht - ohne dass jemand wusste, wem er gehört. 

Fotos von ihm machten in sozialen Netzwerken die Runde, jeder wollte sich mit ihm fotografieren lassen, wie Bürgermeister Volker Oehlenschläger (CDU) am Freitag berichtete.

Doch dann war "Heinrich", wie er genannt wurde, plötzlich verschwunden. Entführt. Am Montag erhielt die Gemeinde einen Erpresserbrief, in dem sie spaßeshalber aufgefordert wurde, für eine ortsansässige Kita 1000 Euro zu sammeln. 

Nur dann werde "Heinrich" zurückkehren. 

Mehr als 2000 Euro kamen zusammen, am Donnerstag landete das Skelett per Fallschirm gemeinsam mit acht Springern. "Die Geschichte war nicht geplant - sie ist einfach passiert. Wir kamen uns vor wie Akteure in einer Inszenierung", sagt Oehlenschläger. "Alle haben über uns berichtet, ich habe jeden Tag Interviews gegeben", erinnert er sich. 

Hinter der spaßigen Aktion steckten tatsächlich drei Männer aus dem Ort, wie sich später herausstellte.

Und "Heinrich"? Der wird seit seiner Rückkehr im Wildtierpark Erlenbach ausgestellt. Als kleines Mysterium, wie der Bürgermeister augenzwinkernd meint, und "spektakulärer Abschluss einer tollen Sommerstory".

Titelfoto: Gemeinde Fürth

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