Gefährliche Messerattacke unter Drogenhändlern: So lautet das Urteil

Frankfurt am Main - Im Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke unter Drogenhändlern wird an diesem Dienstag (ab 11 Uhr) vor dem Landgericht Frankfurt das Urteil erwartet.

Die Staatsanwaltschaft beantragte dreieinhalb Jahre Haft (Symbolfoto).
Die Staatsanwaltschaft beantragte dreieinhalb Jahre Haft (Symbolfoto).  © Roland Weihrauch/dpa

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 31 Jahre alten Angeklagten eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren wegen versuchten Totschlags und Drogenhandels beantragt.

Der 31-Jährige hatte eingeräumt, seinen Kontrahenten im April vergangenen Jahres nach einem Streit über ausstehende Schulden mit dem Messer attackiert zu haben.

Zuvor soll es zwischen den beiden im Frankfurter Stadtteil Bornheim zu einer Schlägerei gekommen sein.

Der Angeklagte berief sich bei der Attacke auf Notwehr. Sein Verteidiger beantragte deshalb einen Freispruch.

Update, 13.20 Uhr: Gericht wertet Messerattacke unter Drogenhändlern als Notwehr

Zwei lebensgefährliche Messerstiche auf einen Drogenhändler bleiben für den Täter ohne strafrechtliche Folgen.

Das Landgericht Frankfurt verurteilte den 31-Jährigen am Dienstag wegen Rauschgifthandels zu 18 Monaten Bewährungsstrafe. Vom Vorwurf des versuchten Totschlags wurde der Angeklagte wegen Notwehr freigesprochen.

Laut Urteil hatte der später Verletzte die Auseinandersetzung im April 2019 auf der Straße in Frankfurt-Bornheim mit dem Einsatz einer schweren Eisenstange begonnen. Der 31-Jährige habe in der Folge keine andere Möglichkeit gehabt, als den Angriff mit der Messerattacke zu beenden, hieß es im Urteil (Az.: 3590 Js 217222/19).

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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