Coole Aktion: Werbeagentur unterstützt Unternehmen in Corona-Krise

Hanau - Im Zuge der Corona-Krise mussten etliche Geschäfte ihre Pforten auf unbestimmte Zeit schließen. Diejenigen, die noch geöffnet haben, versorgen uns derzeit mit den nötigsten Gütern. Doch oftmals fehlt ein klarer Aufruf zur Einhaltung der gebotenen Schutzmaßnahmen. Das will ein Werbe-Profi aus Hanau nun ändern.

In einem Hanauer Reformhaus wird mit einem selbstgeschriebenen Schild dazu aufgefordert, möglichst "zügig einzukaufen".
In einem Hanauer Reformhaus wird mit einem selbstgeschriebenen Schild dazu aufgefordert, möglichst "zügig einzukaufen".  © dpa/Frank Rumpenhorst

Rohin Patidja, Chef der Werbeagentur "Klar" gab kürzlich auf der Facebook-Seite seines Unternehmens bekannt, dass er Läden, in denen derartige Hinweise nur handschriftlich - oder teilweise gar nicht - existieren, mit professionell hergestellten Aufklebern versorgen möchte.

Die ersten Ergebnisse hängte er umgehend mit an den Facebook-Post vom Donnerstag (2. April) an. Das Beste an der Aktion: Patidja hat sich mit einer ortsansässigen Druckerei zusammengeschlossen und stellt die Hinweis-Aufkleber vollkommen kostenlos zur Verfügung.

"Wir als Agentur übernehmen die ganze Logistik und das Bewerben, die Druckerei den Druck", erzählte der Werbe-Profi der Frankfurter Rundschau (FR). Dies sei ein Zeichen seiner Solidarität gegenüber denjenigen, die in dieser Zeit für uns da sind und "uns mit Lebensmitteln, Medikamenten usw." versorgen.

Auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (60) unterstütze die Aktion des jungen Mannes, dessen Kunden größtenteils in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie tätig seien. Um auch ihnen eine helfende Hand zu reichen, biete er seine Hilfe im Marketing - vor allem online - teils kostenlos an.

Hanau mahnt zum Tragen von Mundschutzen in der Öffentlichkeit - notfalls auch selbst hergestellt

In "seiner" Stadt Hanau im Main-Kinzig-Kreis wurde aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus außerdem dazu aufgerufen, in der Öffentlichkeit stets einen Mundschutz zu tragen (TAG24 berichtete). Da dieser in der aktuellen Zeit aber schwer bis gar nicht zu bekommen sind, seien auch selbsthergestellte Masken legitim.

Um auch handwerklich weniger talentierten Bürgern die Möglichkeit auf einen eigenen Mundschutz zu bieten, stellte die Stadt kürzlich eine Online-Anleitung ins Netz.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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