Hauptangeklagter über Lübcke-Mord: "Weiß nicht, wie ich das wieder gutmachen kann"

Frankfurt am Main - Der Hauptangeklagte im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat sich erneut zu seiner Schuld bekannt.

Der Hauptangeklagte Stephan Ernst, der des Mordes an dem Politiker Lübcke beschuldigt wird, steht im Gerichtssaal in der Anklagebank.
Der Hauptangeklagte Stephan Ernst, der des Mordes an dem Politiker Lübcke beschuldigt wird, steht im Gerichtssaal in der Anklagebank.  © Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

"Ich weiß nicht, wie ich das wieder gutmachen kann, was ich Herrn Lübcke angetan habe, was ich der Familie Lübcke angetan habe", sagte Stephan Ernst am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main.

"Ich empfinde jedes Wort, was ich dazu sage, als heuchlerich, ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll", sagte Ernst auf die Frage von Bundesanwalts Dieter Killmer hin, wie er mit der Frage der Schuld umgehen wolle.

Der 47 Jahre alte Deutsche Stephan Ernst soll den CDU-Politiker Lübcke im Juni 2019 erschossen haben. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Motiv aus.

Ernst war bei seiner Festnahme im Juni 2019 bereits polizeibekannt - unter anderem im Zusammenhang mit rechtsextremistisch motivierten Taten.

Titelfoto: Kai Pfaffenbach/Reuters-Pool/dpa

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0